Wirtschaft

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978-3-14-100760-2 | Seite 9 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 1.000.000
Wirtschaft |  | Wirtschaft | Karte 9/3

Überblick


Die bayrische Kreisstadt Lindau liegt am und im Bodensee. Der jüngere Teil der Stadt liegt auf dem Festland, die historische Altstadt von Lindau liegt auf der gleichnamigen Insel. Beide Teile sind durch einen Eisenbahndamm und eine Seebrücke miteinander verbunden. In diesem Fall beschränkt sich die Darstellung des Luftbildes auf die Altstadt.
Anhand des Luftbildes ist bereits zu erkennen, dass die Flächenausdehnung der Inselstadt nicht sehr groß ist. Vom Hauptbahnhof im Südwesten Lindaus bis zum östlichen Ufer sind es beispielsweise nur etwa 700 Meter.

Was das Luftbild zeigt
Im westlichen Drittel fallen die ausgedehnten Verkehrsflächen auf: Es gibt einen Bahnhof mit zahlreichen Gleisen, einen riesigen Parkplatz, dazu noch einen weiteren im Norden, östlich der Inselhalle.
Das Luftbild lässt auch erkennen, dass die Parkplätze zum Zeitpunkt der Aufnahme ziemlich stark besetzt sind. Dies lässt darauf schließen, dass die Inselstadt ziemlich viele Besucher hat. Lindau liegt am Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist somit ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen.
Die Form der Stadt und der Verlauf der Straßen deuten auf ihren mittelalterlichen Ursprung hin. Kennzeichnend für eine mittelalterliche Stadt ist der große Marktplatz mit seinen Kirchen. Um den Marktplatz herum entwickelte sich ab ca. 1079 die Altstadt von Lindau.
Ein anderes Merkmal ist die Befestigungsanlage. Davon erhalten geblieben ist die so genannte Heidenmauer im Norden der Altstadt. Die Kirche St. Stephan wurde 1180 erbaut und prägt noch immer das Bild der Stadt.
Auch ein kleiner Hafen gehört zu der Inselstadt. Die Einfahrt zum Hafen von Lindau mit dem Löwen auf der Ostseite und dem Leuchtturm auf der Westseite ist auf vielen Fotos zu sehen. Vom Hafen aus starten die Rundfahrten über den See und viele Segelschiffe haben dort ihren Liegeplatz.

G. Hoffmann, J. Seibel

Info Plus

Als die Phase der Industrialisierung im 19. Jahrhundert begann, war der Zenit des ehemals bedeutenden Erzbergbaus im Erzgebirge längst überschritten. Wirtschaftliche Alternativen, auch zum Hand- und Kunsthandwerk (Spielzeug, Instrumente, Uhren und Handweberei) fanden sich vor allem in der Textilindustrie und im Maschinenbau, der auch heute noch eine große Rolle spielt. Eines der dichtesten Eisenbahnnetze der Welt zeugt von der Intensität des Entwicklungsprozesses. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Sachsen das industriell fortschrittlichste deutsche Land. Zu DDR-Zeiten kamen zwei Fünftel der Industrieprodukte aus den sächsischen Bezirken und gegenwärtig hat Sachsen von allen neuen Bundesländern das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der Bevölkerung.
Untertage werden keine Erze mehr gefördert, sondern nur noch Marmor sowie Porzellanerde für die Porzellanmanufaktur in Meißen. Braunkohle wird im Tagebau im Mitteldeutschen Revier (Tagebau Schleenhain) und im Lausitzer Revier gefördert. Zwischen Elbe und Neiße lagern etwa 13 Mrd. t Braunkohle. Der Tagebau Nothen, ab 2010 auch wieder Reichwalde, beliefert vor allem das Braunkohlenkraftwerk Boxberg. Zahlreiche Tagebaue in der Lausitz und bei Leipzig wurden allerdings stillgelegt und rekultiviert. Braunkohle ist mit einem Anteil von rund 42 % nach wie vor der wichtigste Energieträger in Sachsen, der Anteil der erneuerbaren Energien liegt bei 5 %. Das zwischen 1970 und 1981 errichtete Pumpspeicherkraftwerk Markersbach im Erzgebirge ist mit einer Leistung von 1050 MW eine der größten Wasserkraftanlagen dieser Bauart in Europa.

Das Sachsendreieck
Die Umbrüche nach der Wiedervereinigung hinterließen ihre Spuren. Uneffektive Betriebe waren nicht mehr zu halten. Die Arbeitslosenquote bewegte sich 2009 um 14 %. Trotzdem bildet sich die Metropolregion "Sachsendreieck" heraus. Zu ihr gehören neben der Landeshauptstadt Dresden die Ballungsräume Chemnitz/Zwickau und nach Sachsen-Anhalt übergreifend Leipzig/Halle sowie Altenburg in Thüringen. Zu den in der Region ansässigen Wachstumsbranchen zählen der Fahrzeugbau und die mit ihm verknüpfte Zulieferindustrie mit Standorten u. a. in Zwickau-Mosel, Chemnitz, Leipzig und Dresden sowie die nach der Wiedervereinigung neu angesiedelte Mikroelektronik. Die Region um Dresden mit Entwicklung und Produktion von Halbleitern und elektronischen Bauelementen (z. B. Infineon bzw. Qimonda in Dresden), Anlagen und Ausrüstungen für die Halbleiterfertigung (z. B. Von-Ardenne-Anlagentechnik in Dresden), Optik-Zulieferern und Lasertechnik (z. B. Photronics in Dresden) oder Entwicklung von Automatisierungs- und Produktionssoftware (z. B. AIS Automation in Dresden) gab Anlass zur Gründung des Vereins "Silicon Saxony". Wie im kalifornischen SiliconValley sind auch Forschungsinstitute, Universitäten und Hochschulen angeschlossen. Allerdings ist die Branche stark von der Entwicklung der Weltwirtschaft abhängig. Neue Wachstumsimpulse gehen von der Biotechnologie aus.
E. Astor

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