Verwaltung

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978-3-14-100761-9 | Seite 10 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 2.000.000
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Informationen

In der relativ kurzen Zeitspanne seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 gab es in Sachsen-Anhalt zwei wesentliche Gebietsreformen und somit Änderungen der Verwaltungsgliederung. Bei der ersten Kreisgebietsreform wurde 1994 die Zahl der Landkreise von 37 auf 21 reduziert. Seit 2007 hat Sachsen-Anhalt nur noch elf Landkreise. Damit hat das Land auf den prognostizierten Bevölkerungsrückgang reagiert und seine Verwaltungsorganisation gestrafft. Die Zahl der kreisfreien Städte ist mit drei immer gleich geblieben, allerdings haben sich einige Zuschnitte geändert. Zur Reform gehört auch die Auflösung der drei Regierungsbezirke Magdeburg, Halle und Dessau, deren Aufgaben seit 2004 vom neu geschaffenen Landesverwaltungsamt übernommen wurden.

Heutige Verwaltungsgliederung
Neun der elf derzeitigen Landkreise entstanden durch die Zusammenlegung alter Gebiete. Lediglich die beiden nördlichen Kreise, der Altmarkkreis Salzwedel und der Landkreis Stendal, blieben in ihren Zuschnitten unverändert. Das gleiche gilt für die kreisfreien Städte Magdeburg und Halle. Dagegen entstand die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau 2007 durch die Fusion der beiden Städte Dessau und Roßlau neu.
Seit 1995 verringert sich die Zahl der Gemeinden in Sachsen-Anhalt stetig: 1995 gab es noch 1300 selbstständige Gemeinden, 2005 betrug deren Zahl 1056 und 2009 waren es noch 857 ? darunter waren 119 Städte, einschließlich der drei kreisfreien.
Kleinere Gemeinden schlossen sich ab 1994 zu Verwaltungsgemeinschaften zusammen, um so eine möglichst effektive Aufgabenteilung zu erhalten. Der angestrebte und nicht immer erreichte Grenzwert solcher Gemeinschaften lag bei mindestens 10 000 Einwohnern. Dabei gab es anhaltende Veränderungen, wie ein Beispiel aus dem Burgenlandkreis zeigt: 2005 bildete sich die Verwaltungsgemeinschaft Zeitzer Land. Dazu schloss sich die alte Verwaltungsgemeinschaft Maibach-Nödlitztal mit drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Schnaudertal und der bis dahin an keine Verwaltungsgemeinschaft gebundenen Stadt Zeitz zusammen. 2009 wurden zusätzlich die Ortschaften Döbris, Geußnitz, Kayna, Nonnewitz und Würchwitz nach Zeitz eingemeindet.
Die Gemeinde- und Gebietsreform geht weiter: Die Landesregierung hat beschlossen, die Verwaltungsgemeinschaften aufzulösen und favorisiert stattdessen die Bildung von Einheits- und Verbandsgemeinden. Die Zahl der Gemeinden wird sich also weiterhin ändern,
2011 soll dieser Prozess abgeschlossen sein.
D. Falk

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