Thermische Klimazonen

Erde - Klima

978-3-14-100770-1 | Seite 12 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 250.000.000
Thermische Klimazonen |  | Erde - Klima | Karte 12/1

Informationen

Klimakarten stellen die räumliche Verbreitung der klimatischen Verhältnisse auf der Erde systematisch dar. Sie bieten daher einen guten Überblick über die wichtigsten Klimacharakteristika einer Region. In den Klimakarten können aber aus Gründen inhaltlicher und didaktischer Reduktion nur einige wenige Klimaparameter berücksichtigt werden. Nur so ist es möglich, trotz des an sich kontinuierlichen Wandels der klimatischen Gegebenheiten auf der Erde bestimmte Klimate zu abstrahieren, zu typisieren und damit zu klassifizieren. Klimaklassifikationen stellen aus diesem Grund eine wichtige Basis geographischer Raumanalysen dar.

Thermische Klimazonen
Wärme- und Wasserhaushalt sind die wesentlichen Steuerungsgrößen der natur- und kulturräumlichen Gegebenheiten eines Raumes. Sie stehen deshalb im Mittelpunkt des Klassifikationsansatzes nach Siegmund/Frankenberg. So bildet zunächst die Einteilung des irdischen Klimas in fünf thermisch definierte Klimazonen die Basis der Klimagliederung. Als einfaches und dennoch aussagekräftiges Einteilungskriterium dient dabei die Jahresdurchschnittstemperatur (TD) einer Klimastation. Mithilfe dieser Temperaturangabe lassen sich die fünf Klimazonen voneinander abgrenzen.
Ein besonderes fachliches und didaktisches Problem ist die Zuordnung der Höhenklimate. In der Klimakarte nach Siegmund/Frankenberg werden die Höhenklimate im Gegensatz zu anderen Klassifikationen jeweils als gesonderter Klimatyp der entsprechenden Tieflandklimate ausgewiesen. Aus diesem Grund findet die Höhenlage einer Station Berücksichtigung, wobei vereinfachend von einem einheitlichen vertikalen Temperaturgradienten von 0,5 °C pro 100 m ausgegangen wird. Damit lässt sich die Jahresdurchschnittstemperatur mithilfe der Angaben zur Höhe einer Klimastation auf Meeresniveau reduzieren. In der Karte werden diese Bereiche des Höhenklimas grafisch hervorgehoben.
Mithilfe der Jahressumme des Niederschlags lassen sich in der Klimakarte bereits auf der ersten Gliederungsebene grob jene Regionen der Erde abgrenzen, in denen der permanente oder periodische Wassermangel der den Raum am stärksten prägende Klimafaktor ist. Auf diese Weise werden die Trockenklimate durch die 250-mm-Isohyete der jährlichen Niederschlagsmenge von den übrigen Klimaten abgegrenzt. Dies gilt jedoch nur für die Tropen, Subtropen und die Mittelbreiten, um polare und subpolare Kältewüsten auszuschließen, bei denen trotz der geringen Niederschläge vor allem die Temperatur die entscheidenden naturräumlichen Grenzen setzt (vgl. Karte 2).
Den Klimazonen werden zur Kennzeichnung in Anlehnung an die Klimaklassifikationen von Koppen/Geiger (1928) und Lauer/Frankenberg (1988) die Großbuchstaben A (Tropen) bis F (Polare Zone) zugeordnet. Die Trockenklimate werden dabei mit B bezeichnet.
A. Siegmund

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