Schalenbau der Erde

Erde - Plattentektonik

978-3-14-100381-9 | Seite 168 | Abb. 2
 | Schalenbau der Erde | Erde - Plattentektonik | Karte 168/2

Überblick

Die Abbildung zeigt den inneren Aufbau der Erde. Die Erde ist, ähnlich wie eine Zwiebel, aus verschiedenen Schalen aufgebaut.

Lithosphäre

Die oberste Schale ist die Erdkruste, aus der die Kontinente und der Meeresboden entstanden sind. Direkt unter der Erdkruste befindet sich der Erdmantel, der in einen oberen und einen unteren Erdmantel aufgeteilt wird. Die Erdkruste und die oberste Schicht des Erdmantels bilden zusammen die Lithosphäre (feste Gesteinshülle). Unter den Ozeanen ist die Lithosphäre etwa 50 Kilometer dick, im Bereich der Kontinente ist sie etwa 110 Kilometer mächtig. Diese oberste Schale der Erde bildet eine feste, starre Kruste, die auf der darunterliegenden zähflüssigen Schicht „schwimmt“.

Oberer und unterer Erdmantel

Durch den steigenden Druck in den größeren Tiefen des oberen Erdmantels wird das Gestein wieder fester. In der Hitze des unteren Erdmantels sinken riesige Gesteinsbrocken aus den kühleren Erdmantelschichten ab. Gleichzeitig steigen Gesteinsmassen, die am unter dem Erdmantel beginnenden Erdkern aufgeheizt wurden, wieder auf. So entsteht ein viele Millionen Jahre andauernder Kreislauf.

Asthenosphäre

Die zweite Schale der Erde, die sogenannte Asthenosphäre, befindet sich direkt unter der starren Lithosphäre. Anders als die Lithosphäre ist die Asthenosphäre allerdings zähflüssig. Auch beginnt hier die Temperatur bereits anzusteigen: In 400 Kilometern Tiefe wird bei knapp 1300 °C Gestein aufgeschmolzen, sodass die Asthenosphäre wie eine flüssige Gleitschicht unter der Lithosphäre liegt.

Flüssiger und fester Erdkern

Bestandteile wie zum Beispiel Nickel oder Eisen ständig durchgemischt. Da die Flüssigkeit im äußeren Kern elektrisch leitfähig ist, wird – wie bei einem Dynamo – das Magnetfeld der Erde erzeugt. Im inneren Kern wird das metallische Material durch den enorm hohen Druck wieder zu einer festen Kugel zusammengepresst. Eisen aus dem flüssigen Kern lagert sich dabei ständig an dem inneren, festen Kern ab. Bei diesem Vorgang werden große Mengen Energie und Wärme freigesetzt. Diese Wärme wird fortwährend vom Erdinneren nach außen abgegeben.