Südasien und Ostasien - Physische Karte

Physische Karte

978-3-14-100870-8 | Seite 160 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 18.000.000
Südasien und Ostasien | Physische Karte | Physische Karte | Karte 160/1

Überblick

d das Ganges-Brahmaputra-Tiefland, das gebirgige Mittelindien und das Hochland von Dekhan, das im Westen durch die steilen West-ghats, im Osten durch die flach abfallenden Ostghats begrenzt wird.

Im Norden wird der indische Subkontinent von den Hochgebirgen Hindukusch, Karakorum und Himalaya begrenzt. Sie erstrecken sich als Teil des alpidischen Faltengebirgsgürtels über eine Länge von mehreren Tausend Kilometern und bilden einen mächtigen Riegel. Mit dem Mount Everest (8848 m) und dem K2 (8611 m) liegen hier die höchsten Gipfel der Erde.

Ostasien wird zu weiten Teilen von China eingenommen. Das Land hat Anteil an sieben Großlandschaften: Im Westen sind dies das Hochland von Tibet, die großen Becken im Nordwesten und das mongolische Hochland, die allesamt Trockenräume sind. Nach Osten schließen sich die Mandschurei sowie die durch das komplex aufgebaute zentralchinesische Gebirgssystem voneinander getrennten Großlandschaften Nord- und Südchinas an.

Im fruchtbaren Nordchina liegen die vom Huang He aufgeschüttete Große Ebene und die nach Westen anschließenden Lössbergländer. Südchina baut sich größtenteils aus Mittelgebirgen und Beckenlandschaften auf, darunter das aus rötlichen Sandsteinsedimenten gebildete fruchtbare Rote Becken. Südlichster Punkt Chinas ist die im Südchinesischen Meer liegende Insel Hainan (abgesehen von den territorial strittigen Paracel-Inseln).

Besonderheiten

• Der Mount Everest ist mit 8848 m der höchste Berg der Welt auf der Grenze Chinas (Tibet) zu Nepal.

• Der tiefste Punkt im Kartenbild liegt mit 10 540 m östlich der Philippinen in einem Tiefseegraben.

• Die Hochlagen des Himalaya und weiterer Gebirge sind vergletschert.

• Der Mekong ist mit 4500 Kilometern der zehntlängste Fluss der Erde, der Huang He mit 4845 Kilometern der achtlängste und der Jangtsekiang mit 6380 Kilometern der drittlängste Fluss der Erde.

• Der Qinghai Hu ist ein abflussloser Salzsee im nördlichen Hochland von Tibet mit einer Fläche von 4583 Quadratkilometern, dies entspricht etwa 30 Prozent der Fläche Thüringens.

• Das Rote Becken in China ist etwas mehr als halb so groß wie Deutschland und verdankt seinen Namen der Farbe seiner fruchtbaren Böden.

• Die Turpansenke ist mit -154 Metern die tiefste Stelle Chinas und wird von den östlichen Ausläufern des Tian Shan umschlossen.

• Das Tarimbecken liegt als abflussloses Becken zwischen den Bergketten des Tian Shan, Pamir, Karakorum und Altun Shan. Darin sind jahreszeitlich Wasser führende Flüsse und Salzpfannen zu erkennen.

• Am Ganges- bzw. Mekongdelta können typische Merkmale von Deltamündungen erarbeitet werden.

• Als Ruinenstätte ist Karakorum verzeichnet, ab dem frühen 13. Jahrhundert Hauptstadt des damaligen Mongolischen Reichs. Die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Char Choto, einst ein blühendes Handelszentrum, liegen im Westen der Wüste Gobi.

• Grenzstreitigkeiten um die Kaschmirregion bestehen zwischen China, Indien und Pakistan.

• Taiwan (offiziell "Republik China") wird von der Volksrepublik China als Teil ihres Territoriums angesehen. Taiwan wird nur von rund 20 meist kleinen Staaten weltweit diplomatisch anerkannt. Die meisten Länder, darunter Deutschland und die USA, unterhalten nur inoffizielle Vertretungen.

• Um die südlichen Kurileninseln (mit Kunashiri und Etorofu) besteht ein Gebietsstreit. Sie gehören seit 1946 zu Russland, werden aber von Japan beansprucht.

• Am Jangtsekiang liegt bei Yichang der Drei-Schluchten-Damm, ein umstrittenes Großprojekt zur Energiegewinnung und Förderung der Schifffahrt. Der Stausee ist rund 600 Kilometer lang, dies entspricht der Entfernung Hamburg - München (Luftlinie).

• In China sind 45 Millionenstädte verzeichnet, in Indien 39, in Japan 11 und in Südkorea 7.

• Von Baikonour (Kasachstan) starten russische Weltraumflüge (Kosmodrom).

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