Nordrhein-Westfalen - Tourismus

Tourismus

978-3-14-100855-5 | Seite 20 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
Nordrhein-Westfalen | Tourismus | Tourismus | Karte 20/1

Überblick

Die Karte gibt einen Überblick über den Tourismus in Nordrhein-Westfalen. Sie zeigt sowohl flächenhafte Strukturen wie Natur- und Nationalparks als auch Fremdenverkehrsorte in verschiedenen Kategorien und Größen sowie wichtige Sehenswürdigkeiten.

Natur- und Nationalparks

Die Eifel wurde 2004 als erster Nationalpark Nordrhein-Westfalens ausgewiesen. Die zwölf Naturparks (Stand 2015) reihen sich vom Südwesten nach Nordosten über fast alle Mittelgebirge Nordrhein-Westfalens. Es sind dieses der Deutsch-Belgische Naturpark (Hohes Venn-Eifel), der Naturpark Rheinland (bis Dezember 2005 Kottenforst-Ville) und der Naturpark Siebengebirge, das Bergische Land, der Arnsberger Wald und der Naturpark Sauerland-Rothaargebirge (2015 aus den drei Naturparks Eggegebirge, Homert und Rothaargebirge entstanden), der Naturpark Dielmensee im Sauerland, der Naturpark  Teutoburger Wald/Eggegebirge  sowie der Natur- und Geopark TERRA.vita (ursprünglich Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald-Wiehengebirge). Die Naturparks Schwalm-Nette und Hohe Mark-Westmünsterland sowie der nordrhein-westfälische Anteil des Naturparks Dümmer liegen dagegen im Tiefland.

Tourismus in den ländlichen Regionen

Neben den Städten weisen auch ländliche Regionen wie Bergisches Land, Eifel, Sauerland, Siebengebirge und Teutoburger Wald hohe Besucherzahlen auf. Wander- und Radfahrwege, Talsperren und Tropfsteinhöhlen bilden attraktive Ziele der Naherholung und des Tourismus. Im Rothaargebirge und in der Eifel findet auch Wintersport statt.

Von großer Bedeutung sind die zahlreichen Freizeit- und Indoorparks. Zu den meistbesuchten Parks zählen das Phantasialand in Brühl, der Panorama-Park Sauerland in Kirchhundem sowie der Movie Park in Bottrop. Das Freizeitzentrum Wunderland Kalkar wurde in einem ehemaligen Atomkraftwerk (das jedoch niemals in Betrieb war) errichtet.

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Städtetourismus

Im dicht besiedelten Nordrhein-Westfalen nimmt der Städtetourismus eine wichtige Stellung ein. Dabei spielen zum einen Messestandorte wie Düsseldorf, Köln und Essen eine wichtige Rolle. Zum anderen sind es Städte, die viele Touristen auch aufgrund ihres kulturellen Angebots anlocken. Hierzu zählen ebenfalls Köln sowie Bonn und die Städte des Ruhrgebiets. Im Jahr 2010 war das Ruhrgebiet unter dem Namen „RUHR.2010“ sogar Kulturhauptstadt Europas.

Eine Art touristische Themenstraße stellt die „Route der Industriekultur“ dar. Sie verbindet über einen rund 400 Kilometer langen Rundkurs über 50 Hauptattraktionen miteinander, die an das industrielle Erbe des Ruhrgebietes erinnern. Zu den zahlreichen Besucherzentren, Museen und Aussichtspunkten gehört auch der Industriekomplex der Zeche Zollverein, der seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Weitere UNESCO-Welterbestätten in Nordrhein-Westfalen sind der Aachener Dom, die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl, der Kölner Dom sowie seit 2014 das Schloss Corvey in Höxter.

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Übernachtungszahlen

Von den bundesweit rund 424 Mio. Übernachtungen im Jahr 2014 entfielen 47,9 Mio. auf Nordrhein-Westfalen. Damit belegte das Bundesland hinter Bayern und Baden-Württemberg den dritten Rang.

Bezogen auf die einzelnen Reisegebiete in Nordrhein-Westfalen wurden 2014 allein im Teutoburger Wald 6,6 Mio. Übernachtungen gezählt. Dahinter folgten das Sauerland (6,2 Mio.), Köln und Region (6,9 Mio.) und das Ruhrgebiet (6,2 Mio.). Das Schlusslicht in diesem Ranking bildete das Bergische Städtedreieck mit rund 770 000 Übernachtungen im Jahr 2014.

H. Kiegel, S. Lemke

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