Mittelgebirge - Entstehung eines Grabenbruchs

Deutschland - Naturraum

978-3-14-100870-8 | Seite 61 | Abb. 3
Mittelgebirge | Entstehung eines Grabenbruchs | Deutschland - Naturraum | Karte 61/3

Überblick

Im Modell treten fünf geologisch markante Einheiten und Teilräume hervor. Im Westen angeschnitten sind die Vogesen, die im Bau dem Schwarzwald ähneln. In beiden Gebirgen treten die ältesten Schichten des Gebietes an die Erdoberfläche: das kristalline Grundgebirge des Erdaltertums.

Östlich des zentralen Schwarzwaldes liegen die charakteristischen Schichtstufenländer. Besonders markant ist die Schwäbische Alb. Die Hebung war dort geringer als im zentralen Schwarzwald, sodass die Deckgebirgsschichten nicht vollständig abgetragen worden sind und heute Schichtstufen bilden.

Zwischen den Vogesen und dem Schwarzwald liegt der Oberrheingraben bzw. das Oberrheinische Tiefland. Mächtige Schichten junger Sedimente bilden dort Schotterterassen. Bruchtektonik ermöglichte den jungen Vulkanismus am Kaiserstuhl.

Entscheidend für die Entstehung dieser Landschaften sind große tektonische Störungslinien, die in Nord-Süd-Richtung verlaufen. Durch sie werden die Gesteinsschichten in drei große geologische Einheiten unterteilt. Während die Vogesen und der Schwarzwald durch großräumige Aufwölbung herausgehoben werden, sinkt der zwischen ihnen befindliche Bereich, der Oberrheingraben, ab. Weil sich zudem die Randgebirge seitlich langsam auseinander bewegen, kommt es im Oberrheingraben zur Bildung weiterer tektonische Störungen.