Kontinente vor 250 Millionen Jahren

Entwicklung der Erde

978-3-14-100770-1 | Seite 10 | Abb. 1
Kontinente vor 250 Millionen Jahren |  | Entwicklung der Erde | Karte 10/1

Informationen

In den Karten 1 bis 3 werden prägnante Kontinentkonfigurationen dargestellt. Sie zeigen — im Vergleich zur Lage heute, vgl. Karte 4 —, wie sich innerhalb von einigen Millionen Jahren durch die Plattentektonik deutliche Veränderungen ergeben haben, die sich mit Gebirgsbildungen, Eiszeiten oder biologischen Entwicklungsaktivitäten in Zusammenhang bringen lassen.
Die Informationen zur Entwicklung der Erde umfassen Teilbereiche aus der geologischen und paläontologischen Forschung. Die Geologie befasst sich hierbei mit dem Bau und der Verteilung der Kontinente auf der Erdoberflache, vorhandenen Gesteins- und Lagerstättenstrukturen sowie Vorgängen, die bei der Ausbildung und Zerstörung dieser Oberflächenstrukturen auftreten. Theorien zu den plattentektonischen Zusammenhängen zwischen den einzelnen Kontinenten (vgl. Atlas S. 8) werden durch paläogeographische Befunde gestützt. Ursprünglich existierten zu Beginn des Erdmittelalters ein Urkontinent (Pangäa) und ein Ur- Pazifischer Ozean.
Aus Pangäa entstanden mit Laurasia und Gondwana bis zur Oberkreide zwei Kontinente, die durch die Tethys getrennt wurden. Auf beiden Teilkontinenten zeichnete sich bereits die Trennung zwischen Afrika und Sudamerika und auch zwischen Nordamerika und Asien ab, die sich dann aber unterschiedlich weiterentwickelten. Wahrend zwischen Nordamerika und Eurasien noch lange Zeit eine Landbrücke bestand, waren Sudamerika und Afrika schon im Paläogen (Alttertiar) deutlich getrennt. Zu dieser Zeit war der heutige Subkontinent Indien bereits weit in Richtung Asien verschoben worden. Die bevorstehende Trennung Australiens von der Antarktis zeichnete sich ab. Das Europäische Nordmeer zwischen Grönland und Norwegen entstand entsprechend ab dem ältesten Paläogen.
Im Verlaufe des Paläogens schloss sich die Tethys und es entstand eine Landbrücke zwischen Afrika und Eurasien. Nord- und Sudamerika wurden durch die jungen Gebirgszüge in Mittelamerika miteinander verbunden. Die Kollision des Indischen Schildes mit Asien mündete u. a. in der Entstehung des Himalaya. Australien hat lange Zeit eine gänzlich isolierte Entwicklung durchlaufen (mit eigenständiger Tier- und Pflanzenwelt).
V. Kaminske

Materialien zu dieser Karte

Weitere Materialien

PDF-Animation

Die Animation zeigt die Kontinentalverschiebung.
Um diese Animation nutzen zu können, benötigen Sie mindestens den Adobe Reader 9.x.
Download

Google Maps

Zur Orientierung

Die Lage und Ausdehnung dieser Diercke Karte kannst Du Dir zur Orientierung als Kartenrahmen in Google Maps anzeigen lassen.

Jetzt orientieren