Fulda - Innenstadt heute

Fulda - Räume im Wandel

978-3-14-100389-5 | Seite 25 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 8.000
Fulda | Innenstadt heute | Fulda - Räume im Wandel | Karte 25/2

Überblick

Die osthessische Stadt Fulda ist heute mit rund 69 000 Einwohnern Hessens neuntgrößte Stadt. Als Oberzentrum hat sie eine überregionale Bedeutung.
Fulda blick auf eine lange Siedlungsgeschichte zurück (siehe Erläuterungen zur Karte 24.1 „Fulda – Stadt um 1500“). Das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt ist der Dom St. Salvator, der im Volksmund auch als „Hoher Dom zu Fulda“ bezeichnet wird.

Fulda im 18. bis 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde die alte Stiftsbasilika (Ratgar-Basilika) niedergerissen und stattdessen der barocke Dom St. Salvator erbaut, der noch heute das Stadtbild prägt. Gleichzeitig entstand anstelle der neuen Burg das Barockschloss, das zuerst den Fürstäbten und später (nach Gründung des Bistums 1752) den Fürstbischöfen als Residenz diente. Heute ist es Sitz der Stadtverwaltung.

 

Nach über einem Jahrtausend verloren die geistlichen Führer im Jahr 1802 ihre weltliche Herrschaft – anfangs die Äbte, später die Bischöfe. Im 19. Jahrhundert ging die Stadt in schneller Folge an Friedrich Wilhelm von Oranien-Nassau, das Frankreich Napoleons, das von Napoleon eingerichtete Großherzogtum Frankfurt, 1816 schließlich an Kurhessen und 1866 an Preußen. Im Zweiten Weltkrieg war Fulda mehrfaches Ziel folgenschwerer Luftangriffe. Die Stadt wurde zu rund einem Drittel zerstört, fast 1600 Menschen verloren ihr Leben. Während des Kalten Krieges war die Stadt – durch ihre Lage im Zonenrandgebiet nahe der Grenze zur DDR – strategisch bedeutsam. Wirtschaftlich entwickelte sich Fulda zu einem modernen Industriestandort, etwa im Bereich der Textilindustrie.

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"p>Stadtbild heute

Im heutigen Stadtplan zeichnen sich noch deutlich die Lagen des alten Stiftsbezirks (heute Dombereich) und des Residenzbereichs ab, der durch den großzügigen Schlossgarten markiert wird. Am Schlossgarten befindet sich auch die Orangerie, errichtet 1721.

 

Die Lage der ehemaligen Stadtmauer ist im Westen am Verlauf der Königstraße und im Osten am Verlauf der Rabanusstraße erkennbar. Von den einstmals zentralen Plätzen ist keine Spur mehr; lediglich der Bonifatiusplatz am Stadtschloss erinnert noch an die Lage des Dienstagsmarktes. Die Kanalstraße erinnert mit ihrem Namen an den früher dort fließenden Wollwebersgraben.

 

Die Hauptfußgängerzone erstreckt sich etwa vom Universitätsplatz über die Bereiche rund um die Pfarrkirche und das Vonderau-Museum über den Steinweg bis zur Karlstraße. Eine zweite Fußgängerzone verläuft im oberen Teil der Bahnhofstraße und über den Bahnhofsplatz. Fuldas Fußgängerzone gilt als die drittgrößte in Hessen.
Nordöstlich der Innenstadt liegt der Bahnhof. Er ist – aufgrund der zentralen Lage von Fulda innerhalb Deutschlands – ein wichtiger Knotenpunkt im deutschen Bahnverkehr (vgl. kleine Karte S. 25 oben links).

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