Europa - Politische Übersicht

Europa

978-3-14-100870-8 | Seite 107 | Abb. 5 | Maßstab 1 : 24.000.000
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Überblick

estellt. Kosovo hat 2008 seine Unabhängigkeit erklärt, wird aber derzeit nur von gut der Hälfte der UN-Mitgliedsstaaten anerkannt. Zu den Staaten, die das Kosovo nicht anerkennen, zählen Serbien, Russland, China, Indien, Spanien, Zypern und die Ukraine.

Politische und militärische Krisenherde sind in Osteuropa entlang der Grenze von Russland entstanden. Sie ziehen sich wie ein Gürtel vom Kaukasus bis nach Moldawien. Transnistrien, Abchasien, Südossetien sowie die Volksrepubliken Luhansk und Donezk werden gar nicht oder nur von Russland sowie wenigen anderen Staaten politisch anerkannt.

Hintergrund ist, dass sich Russland nach 1990 einer starken Westorientierung vieler Länder gegenüber sah. An seiner Westgrenze entstand zwischen Finnland und der Türkei ein Gürtel von Mitgliedsstaaten der NATO. Neben der militärischen Integration schritt auch die politische und wirtschaftliche Integration dieser Länder im Rahmen der EU voran (Mitgliedschaften, Beitrittsverhandlungen). Daneben gab es Staaten wie Moldawien, die Ukraine oder Georgien, die zwar nicht Mitglieder von NATO oder EU geworden waren, die sich aber mehr oder minder stark nach Westen öffneten. Dies äußerte sich zum Beispiel in Assoziierungsabkommen mit der EU oder in der Errichtung von Militärbasen (USA in Geor-gien).

Die Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland um die Krim sowie die Regionen Luhansk und Donezk sind zweifelsohne der größte und am stärksten eskalierte Konflikt in der Region. Im Süden und Osten der Ukraine, wo eine starke russische Minderheit lebt und die ukrainische Industrie wichtige Standorte hat, entstanden - unter anderem aufgrund politischer Ausgrenzung von Seitens Kiews und russischer Einflussnahme - Separationsbestrebungen, die im Falle der Krim zu einem direkten Anschluss an Russland und im Falle der Regionen um Donezk und Luhansk zur Ausrufung der staatlichen Eigenständigkeit führten. Die Ukraine erkannte dies nicht an. Es kam zu lang anhaltenden Kampfhandlungen mit zahlreichen Opfern, die auch durch internationale diplomatische Bemühungen nicht beendet werden konnten. Gegenwärtig hat sich eine Art Schwebezustand etabliert: Die Auseinandersetzungen sind praktisch "eingefroren", können aber jederzeit wieder aufflammen.

Kleinstaaten und Besonderheiten

Grönland und die Faröer Inseln sind Teile Dänemarks mit Autonomiestatus. Zu Norwegen zählt als Außengebiet Svalbard (unter anderem Spitzbergen, Bäreninsel; eigener Gouverneur). Gibraltar ist britische Kolonie seit 1830 (mit eigener Verfassung von 1969). Zypern ist seit 1974 in die griechische Republik Zypern und die international nicht anerkannte Türkische Republik Nordzypern geteilt. Liechtenstein bildet seit 1923 eine Rechts-, Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft mit der Schweiz. Das Fürstentum Monaco ist mit Frankreich durch eine Zollunion verbunden. Andorra ist ein souveränes Fürstentum mit zwei Staatsoberhäuptern: dem französischen Staatspräsidenten und dem Bischof von Seu d"Urgell (Spanien). San Marino ist eine Republik in Zollunion mit Italien. Die Kanalinseln und die Isle of Man gehören zur britischen Krone, aber nicht zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland, auch nicht zur EU. Vatikanstadt ist seit 1929 (Lateranverträge mit Italien) selbstständig.

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Parlamentarische Monarchie

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Parlamentarische Monarchie am Beispiel der UK

Aufbau der parlamentarischen Monarchie im Vereinigten Königreich
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