Deutschland - Weimarer Republik 1932

Deutschland - Staatlicher Wandel 1815–1932

978-3-14-100870-8 | Seite 67 | Abb. 4 | Maßstab 1 : 9.000.000
Deutschland | Weimarer Republik 1932 | Deutschland - Staatlicher Wandel 1815–1932 | Karte 67/4

Überblick

, Bremen, Hamburg, Hessen, Lippe, Lübeck, Mecklenburg-Schwerin, Mecklenburg-Strelitz, Oldenburg, Preußen, Sachsen, Schaumburg-Lippe, Thüringen und Württemberg.

Mit der Modernisierung der politischen Strukturen begann in Deutschland das "Experiment der Demokratie". Aber die neue Regierungsform konnte keine überzeugten Anhänger gewinnen. Zunehmend entwickelte sich das Land zu einer "Republik ohne Republikaner". Unter dem Schein äußerster Prosperität spitzten sich entscheidende gesellschaftliche Konflikte zu, antidemokratische und antimoderne Strömungen gewannen immer größeren Einfluss. Häufige Regierungswechsel - elf Kabinette allein in den zehn Jahren nach 1923 -, die Schwächung des Parlamentarismus und die populistisch angeheizte Diffamierung politischer Auseinandersetzungen als "Parteiengezänk" führten zu einer Entfremdung der Bürger von ihrer Republik.

Als die große Koalition im März 1930 auseinanderbrach, war dies de facto das Ende des parlamentarischen Systems. Reichspräsident Hindenburg bzw. die von ihm berufenen Kanzler Brüning, von Papen und von Schleicher regierten von nun an mithilfe von Notverordnungen. Bei den Reichstagswahlen 1928 hatten die Nationalsozialisten lediglich 2,6 % der Stimmen erhalten, 1930 waren es schon 18,2 % und bei denen im Juli 1932 schließlich 37,3 %. Mit insgesamt 13,7 Mio. Stimmen stellten sie nun die stärkste Fraktion. Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler von Hindenburg zum neuen Reichskanzler ernannt.

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