Arktis - Wandel der Eisbedeckung

Polargebiete - Antarktis und Arktis

978-3-14-100870-8 | Seite 204 | Abb. 2
Arktis | Wandel der Eisbedeckung | Polargebiete - Antarktis und Arktis | Karte 204/2

Überblick

In keiner Weltregion zeigen sich die Folgen des Klimawandels so stark wie in der Arktis. Eines der auffälligsten Merkmale ist die Veränderung der Meereisausdehnung. Dessen Fläche schwankt zwar auch aus natürlichen Gründen. Seit Jahrzehnten aber lässt sich eine stark abnehmende Eisbedeckung erkennen (wie der Vergleich 1980 und 2012 illustriert), die allein mit natürlichen Faktoren nicht annähernd erklärt werden kann.

Das Meereis beeinflusst die Strahlungsbilanz der Erde, hat aber auch erheblichen Einfluss auf den Wärmeaustausch zwischen Atmosphäre und Ozean und spielt damit eine entscheidende Rolle für das Weltklima. Beschleunigt wird sein Rückgang durch die "Eis-Albedo-Rückkopplung". Helle Oberflächen wie das Meereis besitzen eine große Albedo. Wenn sich das Meereis infolge der globalen Erwärmung zurückzieht, verringert sich die Albedo. Dadurch steht mehr Sonnenenergie zur Verfügung, die zu einer zusätzlichen Erwärmung führt, was das Abschmelzen beschleunigt. Dieser Prozess wirkt sich vor allem auf die Eisränder aus - wo sich das Meerwasser am schnellsten erwärmt - und treibt die "Abwärtsspirale" voran: Je geringer die Eisbedeckung und damit die Albedo ist, umso größer wird die dunkle Meeresoberfläche und damit der Abschmelzeffekt.

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Durch Spurengase, Wasserdampf und Staub wird ausstrahlende Wärmestrahlung zurück auf die Erdoberfläche geworfen.
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