Amerika - Politische Übersicht

Amerika - Staaten und Geschichte

978-3-14-100870-8 | Seite 209 | Abb. 4 | Maßstab 1 : 64.000.000
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Überblick

Grönland, seit dem frühen 18. Jahrhundert in dänischem Besitz und seit 1953 als gleichberechtigter Bestandteil des Königreichs anerkannt, erhielt 1979 nach einer Volksabstimmung ein neues Selbstverwaltungsstatut. Dänemark regelt seitdem die Außen-, Verteidigungs- und Währungspolitik der Insel, während die Wirtschafts-, Sozial- und Kulturpolitik zu den Aufgaben der grönländischen Regierung zählt. Mehr als drei Viertel der gut 50 000 Einwohner sind Inuit.

Kanada wurde nach einer wechselvollen Geschichte der Autonomiebestrebungen und regionalen Zusammenschlüsse durch das Statut von Westminster aus dem Jahr 1931 unabhängig, 1949 schloss sich Neufundland als zehnte Provinz an. In der ehemals französischen und bis heute überwiegend französischsprachigen Provinz Québec kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts immer wieder zu separatistischen Bestrebungen.

Das Territorium des Oregon-Gebiets im Westen der USA umfasste 1849 die heutigen Staaten Oregon, Washington, Idaho und Teile von Montana. Oregon wurde 1859 in die Union aufgenommen, gefolgt von Washington, Montana (beide 1889) und Idaho (1890). Die letzten Staaten, die der Union beitraten und damit den USA ihre heutige Gestalt gaben, waren Oklahoma (1907), Arizona und New Mexico (1912) sowie Hawaii und Alaska (1959).

In Mittelamerika bestehen im Wesentlichen immer noch jene Grenzverläufe, die in der Phase der Nationenbildung im frühen 19. Jahrhundert entstanden sind. Jüngeren Datums sind die Staaten Panama, welches sich 1903 von Kolumbien unabhängig machte, und Belize, das ehemalige Britisch-Honduras, welches 1964 eine beschränkte Autonomie erhielt und seit 1981 unabhängig ist. Obgleich es einen Regierungschef gibt, ist Königin Elisabeth II. nach wie vor Staatsoberhaupt. Sie wird durch einen Gouverneur vertreten. Die Inseln der Karibik haben ihre Unabhängigkeit überwiegend in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangt.

In Südamerika haben sich die Grenzverläufe seit 1825 teilweise leicht verschoben, ohne die nationalstaatliche Gliederung entscheidend zu verändern. Guayana ist heute in die Länder Guyana (1966, ehemals britisch), Suriname (1975, zuvor niederländisch) und die frühere Strafkolonie Französisch-Guayana geteilt. Zwischen Bolivien und Paraguay veränderte der Chaco-Krieg in den 1930er-Jahren den Grenzverlauf. Peru musste im Süden einige Landesteile an Chile abgeben, konnte sich aber 1942 im Norden auf Kosten Ecuadors erweitern. Die Falklandinseln im äußersten Süden waren nach ihrer Besetzung durch Argentinien 1982 der Auslöser eines Kriegs mit Großbritannien, der mit einem Sieg der britischen Truppen endete.

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