Afrika - Vegetation im Januar

Afrika - Klima

978-3-14-100384-0 | Seite 126 | Abb. 3
Afrika | Vegetation im Januar | Afrika - Klima | Karte 126/3

Überblick

Auf dem Satellitenbild leicht zu erkennen ist ein dunkelgrüner Streifen dichter Vegetation in Äquatornähe, während die helle Tönung in den weiter polwärts gelegenen Bereichen eine dünne oder fehlende Vegetation anzeigt. Im Norden des Kontinentes gibt es nur im Atlasgebirge und im Nildelta größere Vegetationsinseln. Im Süden dagegen gibt es sowohl an der Küste des Indischen Ozeans als auch an der Kapspitze eine ganzjährig stärkere Grünbedeckung.

ITC im Jahresverlauf

Die sich im Jahresverlauf verändernde Lage der ITC ist verantwortlich für den Wechsel von Regen- und Trockenzeit in weiten Teilen Afrikas. Im Januar zieht sich die ITC an der Küste Westafrikas entlang, knickt dann im Zentrum des Kontinents nach Süden ab, um dann etwa bei Sambia wieder in östliche Richtung weiter zu verlaufen. An der ITC treffen die Passate aus Süden (feucht) und Norden (nur im östlichen Bereich feucht, sonst trocken) aufeinander, die Luftmassen steigen auf, kühlen sich ab, kondensieren und es fallen ausgiebige Niederschläge. Somit ist der Bereich um die ITC niederschlagsreich, was sich auch auf die Vegetation auswirkt. Im Bereich der Savannen südlich des Äquators zeigt das Satellitenbild im Januar mehr Grün, das heißt, die Regenzeit führt hier zu einer Ausbreitung und Entfaltung der Vegetation.

Vegetationszonen

teristikum ist außerdem die gleichmäßig über das Jahr verteilte Entwicklung der Sprossen, Blüten und des Laubfalls. Im Norden und Süden wird der Regenwald von einem ca. 100 Kilometer breiten Band halb-immergrüner, zum Teil laubwerfender Regenwälder umschlossen, die auch als immergrüne Saisonregenwälder bezeichnet werden. Ihnen schließen sich die Savannenformationen an, die sich je nach Anzahl der ariden Monate (3–7) und der Höhe der mittleren Jahresniederschläge (400–1600 mm) ausgebildet haben: von Feuchtsavanne über Trockensavanne bis zur Dornsavanne. Die Feuchtsavanne baut sich aus Waldungen mit einer Höhe von 18–20 Metern auf, die mit Grasfluren und lichten Gehölzbeständen wechseln. Weiter polwärts folgt bei weniger als 6–7 humiden Monaten und mittleren Jahresniederschlägen von unter 1000 Millimetern die Trockensavanne. Mit nur noch 2–4,5 humiden Monaten folgt die Dornsavanne (250–500 mm). Sie zeichnet sich durch eine schüttere Grasdecke und Dorngehölze aus. Die meisten heutigen Gehölz- und Grasformationen sind Folge menschlicher Eingriffe und der Vegetationsdegradierung (= Verschlechterung der Vegetation). In den weiter polwärts folgenden Halbwüstenformationen treten Gräser und dornige Kleinsträucher auf, bei episodischen Niederschlägen keimt eine Regenvegetation. Auch in den sich anschließenden Wüsten finden sich vereinzelt Gräser und Flechten. Im mediterranen Nord- und Südsaum sind typische Hartlaubgewächse bzw. Macchienformationen verbreitet.

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