Wirtschaft

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978-3-14-100755-8 | Seite 10 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
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Überblick


Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist Nordrhein-Westfalen das wirtschaftsstärkste Bundesland. Das Rheinisch-Westfälische Industriegebiet zählt sogar zu den bedeutendsten Industrieregionen Europas.
Die Ende der 1960er Jahre einsetzende Krise in der Bergbauindustrie hat das Bundesland durch einen grundlegenden Strukturwandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft bewältigt.
Dabei spielen die zentrale Lage von Nordrhein-Westfalen in Europa, die hervorragende Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte und die Verfügbarkeit großer und gut erschlossener Gewerbeflächen eine entscheidende Rolle.

Zwischen Industrie und Dienstleistung
Wichtige Industriezweige sind jedoch nach wie vor die Metallerzeugung und -bearbeitung, der Maschinenbau und die chemische Industrie. Eines der dichtesten Autobahn-, Schienen- und Wasserverkehrsnetze Europas sorgt für die notwendigen Personen- und Gütertransportleistungen. Große internationale Flughäfen gibt es in Köln (Köln/Bonn) und Düsseldorf. Beide Städte sind neben Dortmund und Essen auch wichtige Messestandorte. Im wachsenden Dienstleitungssektor ist besonders die Medienbranche hervorzuheben. Auch im Forschungssektor spielt Nordrhein-Westfalen eine führende Rolle. Neben zahlreichen Hochschulen gibt es dort über zehn Max-Planck-Institute.
Während der einst so bedeutende Steinkohlebergbau stark rückläufig ist, expandiert der flächenzehrende Tagebau von Braunkohle. Für 2018 ist der endgültige Ausstieg aus dem Steinkohlebergbau beschlossen.

Wirtschaftsregionen
Neben dem Ruhrgebiet verfügt Nordrhein-Westfalen noch über andere Wirtschaftsstandorte. Vor allem in der von Duisburg über Mönchengladbach bis Bonn reichenden Rheinschiene mit den beiden Zentren Köln und Düsseldorf herrscht ein großes Wachstum.
Die Region Aachen ist nicht nur als Standort für ihre traditionelle Süßwarenindustrie (Printen) bekannt. Auch Unternehmen der unter anderem Elektro- und Glasindustrie und des Maschinenbaus finden sich dort.
Die bis nach Niedersachsen reichende Region Ostwestfalen-Lippe im Nordosten war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt. In den letzten Jahrzehnten ließen sich dort IT-Unternehmen, Medienkonzerne (Gütersloh) sowie große Betriebe der Möbel-, Haushaltsgeräte- und Nahrungsmittelindustrie nieder.
Auf eine lange Geschichte blickt die Eisen- und Metallverarbeitungsindustrie im Bergischen Land zurück. Aus ihr entwickelte sich eine zum Teil hoch spezialisierte Industrie mit Schwerpunkten in Solingen, Remscheid und Wuppertal. Eine alte Industrielandschaft ist auch das Siegerland. Eisenerzbergbau und Hüttenindustrie sind dort inzwischen dem Maschinenbau und der Metallwarenfabrikation gewichen.

E. Astor, J.Seibel

Info Plus

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt ist Nordrhein-Westfalen das wirtschaftsstärkste deutsche Bundesland. Das Rheinisch-Westfälische Industriegebiet zählt zu den bedeutendsten Industrieregionen Europas. Sein Kern, das Ruhrgebiet, erstreckt sich zwischen den Flüssen Rhein, Ruhr, Lippe und Emscher. Die Ende der 1960er-Jahre einsetzende Krise in der die Region prägenden Montanindustrie hat das Bundesland durch einen grundlegenden Strukturwandel bewältigt. Dazu trugen mehrere Standortvorteile bei, vor allem die zentrale Lage in Europa, die hervorragende Infrastruktur, qualifizierte Arbeitskräfte und die Verfügbarkeit von großen, gut erschlossenen Gewerbeflächen. Schlüsselindustrien sind aber nach wie vor die Metallerzeugung und -bearbeitung, der Maschinenbau und die chemische Industrie.
Eines der dichtesten Autobahn-, Schienen- und Wasserverkehrsnetze Europas sorgt für die notwendigen Personen- und Gütertransportleistungen. Große internationale Flughäfen gibt es in Köln (Köln/Bonn) und Düsseldorf. Beide Städte sind neben Dortmund und Essen auch wichtige Messestandorte. Aus dem wachsenden Dienstleitungssektor ist besonders die Medienbranche hervorzuheben. Auch im Forschungssektor spielt Nordrhein-Westfalen eine führende Rolle. Neben 59 Hochschulen, darunter 20 Universitäten, gibt es u. a. elf Max-Planck-Institute.
Während der einst so bedeutende Steinkohlenbergbau stark rückläufig ist, expandiert der flächenverzehrende Abbau von Braunkohle im Tagebau. Mit Braunkohle werden auf linksrheinischer Seite vier Großkraftwerke befeuert. Für 2018 ist der Ausstieg aus dem Steinkohlenbergbau beschlossen. Gefördert wird noch in sechs Bergwerken, u. a. in Ibbenbüren. Im niederrheinischen Rheinberg wird Steinsalz gewonnen, das als Grundstoff für die bedeutende chemische Industrie dient.

Wirtschaftsregionen
Neben dem Ruhrgebiet verfügt Nordrhein-Westfalen noch über andere Wirtschaftsstandorte. Ein starkes Wirtschaftswachstum weist die von Duisburg über Mönchengladbach bis Bonn reichende Rheinschiene mit den beiden Zentren Köln und Düsseldorf auf. Die Region Aachen ist bekannt für ihre traditionelle Süßwarenindustrie (Printen), die Elektro-, Gummi-, Glas- und pharmazeutische Industrie sowie den Maschinenbau.
Die bis nach Niedersachsen reichende Region Ostwestfalen-Lippe im Nordosten war lange Zeit agrarisch geprägt. Es gab ein paar Textilbetriebe — Bielefeld verfügt immer noch über eine bedeutende Textilindustrie — und Ziegeleien. In den letzten Jahrzehnten etablierten sich IT-Unternehmen, Medienkonzerne (Gütersloh), sowie große Betriebe der Möbel-, Haushaltsgeräte- und Nahrungsmittelindustrie.
Auf eine lange Geschichte schaut die Kleineisenindustrie im Bergischen Land zurück, die früh die Wasserkraft nutzte. Aus ihr entwickelte sich eine zum Teil hoch spezialisierte Metallindustrie mit Schwerpunkten in Solingen, Remscheid und Wuppertal. Eine alte Industrielandschaft ist auch das Siegerland. Eisenerzbergbau und Hüttenindustrie sind inzwischen dem Maschinenbau und der Metallwarenfabrikation gewichen.
E. Astor

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