Wirtschaft

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978-3-14-100754-1 | Seite 10 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
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Informationen

Von fundamentaler Bedeutung für Niedersachsen ist der Kraftfahrzeugbau, der mehrere Standorte in der Wirtschaftsregion Hannover-Braunschweig-Wolfsburg hat. Die Volkswagen AG in Wolfsburg hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum Weltkonzern entwickelt, der auch andere Unternehmen anzieht, vornehmlich aus der Branche der Autozulieferer. 2002 gründete der Volkswagenkonzern sogar eine unternehmenseigene Bildungseinrichtung, die Auto-Uni Wolfsburg.
In Peine, Salzgitter und im Raum Osnabrück (auch Nahrungsmittelindustrie) ist die Stahlindustrie ansässig. Im Küstenraum und an der Ems (Papenburg) dominieren neben dem Schiffbau die fischverarbeitende und die hafenorientierte Industrie. In Wilhelmshaven arbeitet eine große Erdölraffinerie.
Braunschweig entwickelt sich zunehmend zu einem Wissenschaftsstandort mit Universität, zahlreichen Hoch- und Fachhochschulen sowie renommierten staatlichen und privaten Forschungseinrichtungen, u. a. der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Niedersachsen hat zwölf weiter Universitäten und Hochschulen. Hannover ist ein international bedeutender Messestandort mit der CeBit und der Hannover-Messe Industrie.
Die Erdgasproduktion des Landes deckt ein Fünftel des deutschen Bedarfs. Gefördert wird in Südoldenburg, im Emsland, Söhlingen und Sulingen. Im südlichen Emsland wird auch Erdöl gefördert. Bei Helmstedt befindet sich ein kleines Braunkohlenrevier und bei Wunstorf und Grasleben werden Kali- bzw. Steinsalz gewonnen. Drei Kernkraftwerke — bei Nordenham (Unterweser), Grohnde und Lingen (Emsland) — sind noch in Betrieb. Windkraftanlagen, die vor allem an der Küste hervorragende Bedingungen finden, spielen für die Stromerzeugung eine immer größere Rolle.
Autobahnen und Bundesstraßen knüpfen vor allem im südlichen, dichter besiedelten Niedersachsen ein gut ausgebautes Netz und dienen als Drehscheibe für den internationalen Verkehr in die Niederlande und nach Skandinavien. Elbe, Weser und Ems sind wichtige Binnenwasserstraßen, die u. a. über den Mittellandkanal in das deutsche Kanalnetz eingebunden sind. Die wichtigsten Flughäfen befinden sich in Hannover und — außerhalb der Landesgrenzen — in Bremen und Hamburg.

Bremen und Bremerhaven
Seit 1949 ist Bremen ein eigenständiges Land der Bundesrepublik Deutschland. Nach Hamburg ist Bremen die größte deutsche Außenhandelsmetropole und ein bedeutender Standort für die Stahlindustrie, die Elektronik, die traditionelle Nahrungs- und Genussmittelindustrie (u. a. Kaffeeröstereien und Brauereien), den Schiff-und Kraftfahrzeugbau sowie die Raum- und Luftfahrttechnik. In den letzten Jahren fand eine Entwicklung zum Hightech-, Wissenschafts- und Dienstleistungszentrum statt.
Das durch niedersächsisches Gebiet abgetrennte Bremerhaven verfügt sowohl über den größten Fischerei- als auch den bedeutendsten Autoverladehafen Europas. Seit den 1970er-Jahren entwickelte sich aus dem Überseehafen einer der umschlagkräftigsten Containerhäfen Deutschlands. Weltrang genießt das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung.
E. Astor

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