Verwaltungsgliederung heute

Geschichtliche Entwicklung

978-3-14-100759-6 | Seite 11 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
Verwaltungsgliederung heute |  | Geschichtliche Entwicklung | Karte 11/1

Informationen

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands gab es in Mecklenburg-Vorpommern 1994 eine erste Kreisgebietsreform. Zuvor hatte es fünf kreisfreie Städte und 31 Landkreise gegeben. Seitdem hat sich die Zahl der Landkreise auf zwölf reduziert, kreisfreie Städte sind Rostock, Wismar, Schwerin, Neubrandenburg, Stralsund und Greifswald. Für 2011 ist eine weitere Kreisreform angekündigt.

Entwicklung der Verwaltungsgliederung
In Zeiten der DDR war Mecklenburg-Vorpommern in drei Bezirke eingeteilt. Diese Gliederung hatte von 1951 bis 1991 Bestand: Im Norden deckte der Bezirk Rostock die gesamte Küstenlinie ab. Südwestlich schloss sich der Bezirk Schwerin, südöstlich der Bezirk Neubrandenburg an. Zu den beiden südlichen Bezirken zählten auch Gebiete, die heute zu Brandenburg gehören.
Da die Verwaltungseinheiten zu groß waren und historische Zugehörigkeiten nicht berücksichtigten, wurde das System innerhalb von wenigen Jahren zweimal den aktuellen Bedürfnissen angepasst. Die heute sechs kreisfreien Städte sind gleichmäßig über das Bundesland verteilt. Mit 200 000 Einwohnern ist Rostock die größte von ihnen, danach folgt die nur rund halb so große Landeshauptstadt Schwerin. Mit 45 000 Einwohnern ist Wismar die kleinste kreisfreie Stadt Mecklenburg-Vorpommerns.
Im Bundesland leben annähernd so viele Menschen wie in Hamburg, d. h. seine Bevölkerungsdichte ist gering. Bei einem durchschnittlichen Wert für Deutschland von 230 Einwohnern pro km² liegt Mecklenburg-Vorpommern mit 72 Einwohnern pro km² an letzter Stelle der Bundesländer. Das spiegelt sich auch bei der Bevölkerung in den einzelnen Landkreisen wieder, von denen keiner an die Bevölkerungszahl Rostocks heranreicht. Mit 126 000 Menschen ist Ludwigslust der bevölkerungsreichste Landkreis, mit jeweils unter 70 000 Menschen sind die Landkreise Rügen und Müritz die beiden Schlusslichter.
Insgesamt gibt es 818 selbstständige Städte und Gemeinden, von ihnen haben sich 777 zu 78 Ämtern zusammengeschlossen, um so ihre Verwaltungsaufgaben effizienter erfüllen zu können.
Eine Effizienzsteigerung ist neben einer möglichen Kostenersparnis auch der Grund, warum seit Beginn des 21. Jahrhunderts eine erneute Kreisreform diskutiert wird. Nach einigem Hin und Her soll die neue Verwaltungsgliederung 2011 eingeführt werden. Dann wird es nur noch sechs Landkreise geben, von denen keiner über 4000 km² Fläche haben wird — bisher ist Ludwigslust mit 2517 km² der größte Landkreis. Die Kreisstädte werden Wismar, Güstrow, Stralsund, Neubrandenburg, Anklam und Ludwigslust sein. Nur Rostock als größte Stadt und Schwerin als Hauptstadt werden den Status der Kreisfreiheit behalten. Als Ziel ist außerdem festgeschrieben, dass bis zum Jahr 2020 mindestens 175 000 Menschen in jedem Landkreis leben sollen.
D. Falk

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