Verwaltungsgliederung

Verwaltungsgliederung

978-3-14-100756-5 | Seite 14 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.000.000
Verwaltungsgliederung |  | Verwaltungsgliederung | Karte 14/1

Informationen

Die obersten Verwaltungseinheiten Hessens sind drei Regierungsbezirke: Im Regierungsbezirk Kassel liegen sechs Landkreise und die kreisfreie Stadt Kassel. Der Regierungsbezirk Gießen besteht aus fünf Landkreisen; in ihm findet sich keine kreisfreie Stadt. Dagegen liegen im Regierungsbezirk Darmstadt mit Wiesbaden, Frankfurt am Main, Offenbach und Darmstadt gleich vier kreisfreie Städte. Den Bezirk komplettieren zehn Landkreise.

Geschichte der Verwaltungsgliederung
Hessens derzeitige Regierungsbezirke bestehen seit 1981. Bis 1968 hatten die Regierungsbezirke Kassel, Wiesbaden und Darmstadt bestanden. Danach wurde der Bezirk Wiesbaden aufgelöst und Darmstadt zugeschlagen. 1981 wurde schließlich aus Landkreisen der beiden anderen Bezirke der neue Regierungsbezirk Gießen gegründet.
Die eigentliche Gebietsreform fand in den 1970er-Jahren statt. 1969 bestand Hessen aus neun kreisfreien Städten und 39 Landkreisen, die aus über 2600 Gemeinden gebildet wurden. Das politische Ziel bestand darin, die Zahl der Gemeinden auf 500 zu verkleinern. Entsprechend wurden 20 Landkreise angestrebt. Bereits Ende 1971 hatte sich Zahl der Gemeinden mit etwas über 1200 mehr als halbiert. Am Ende der Gebietsreform stand die Zahl von 426 selbstständigen Gemeinden, von denen heute 189 Städte sind. Zu finden sind die Städte und Gemeinden in nur noch 21 Landkreisen.
Als Verlierer der neuen Ordnung sahen sich Marburg, Fulda, Hanau und Gießen, die ihre Kreisfreiheit einbüßten. Seitdem sind nur noch die Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern kreisfrei. Als Ausgleich wurde den Städten mit mehr als 50 000 Einwohnern ein Sonderstatus eingeräumt, der ihnen u. a. sowohl die Wahrnehmung eines Teils der Kreisaufgaben als auch eine geringere Beteiligung an der Kreisfinanzierung zusichert. Die Städte mit Sonderstatus sind neben Marburg, Fulda, Hanau und Gießen noch Bad Homburg, Rüsselsheim und Wetzlar.

Flächen und Bevölkerung
Die Größen der Verwaltungseinheiten in Hessen variieren sehr stark: Die kleinste Einheit ist Offenbach mit 44,9 km². Nach Frankfurt am Main (2678 Ew./km²) hat die Stadt mit 2650 Einwohnern pro km² die zweitgrößte Bevölkerungsdichte des Landes. Der kleinste Landkreis ist mit 222,4 km² der Main-Taunus-Kreise, dessen Ausdehnung sogar von Frankfurt am Main (248,3 km²) übertroffen wird. Mit 1017 Einwohnern pro km² ist die Bevölkerungsdichte dort relativ hoch. Das Gegenstück ist der Vogelsbergkreis, der mit 1459 km² auf die geringste Bevölkerungsdichte eines hessischen Landkreises kommt: 77 Einwohner pro km². Größere Flächen nehmen nur die benachbarten Landkreise Waldeck-Frankenberg (1848,6 km²) und Schwalm-Eder (1538,5 km²) ein.
D. Falk

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