Verwaltung/Bevölkerungsdichte

Bevölkerungsdichte

978-3-14-100758-9 | Seite 14 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.800.000
Verwaltung/Bevölkerungsdichte |  | Bevölkerungsdichte | Karte 14/1

Informationen

Brandenburg und das von ihm umschlossene Berlin sind zwei Bundesländer der Gegensätze: Mit seinen 29 480 km² Fläche nimmt Brandenburg nach Bayern, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen den fünften Rang unter den Bundesländern ein. Auf dieser Fläche lebten 2007 jedoch nur rund 2,5 Mio. Menschen, was eine Bevölkerungsdichte von 86 Einwohnern je km² bedeutete — nur Mecklenburg-Vorpommern war mit 72 Einwohnern je km² dünner besiedelt.
Als Stadtstaat übertraf Berlin dagegen mühelos den Durchschnitt von Deutschland (230 Ew./km²). Mit seinen 3834 Einwohnern je km² lag es an erster Stelle. Auf den beiden nächsten Rängen folgten Hamburg (2345 Ew./km²) und Bremen (1640 Ew./km²), die einzigen beiden Bundesländer, die noch weniger Fläche bedecken als die 891 km² von Berlin.

Brandenburg
Nach der Auflösung Preußens wurde 1947 das Land Brandenburg geschaffen, das in der DDR 1952 zugunsten der Bezirke Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) aufgelöst wurde. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands entstand Brandenburg als Bundesland neu. Die Grenzziehung veränderte sich, z. B. kam der Kreis Hoyerswerda zu Sachsen, während der Kreis Prenzlau nicht Mecklenburg-Vorpommern zugeschlagen wurde. 1992 kam es zu einem weiteren Austausch einiger Gemeinden zwischen den beiden nördlichen neuen Bundesländern, sodass Brandenburgs aktuelle Fläche erreicht wurde.
Die Gliederung in die vier kreisfreien Städte Potsdam, Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) sowie die 14 Landkreise besteht seit 1993, zehn Jahre danach gab es eine Gemeindestrukturreform. Es ist einmalig in Deutschland, dass nicht ein Landkreis nach seiner Kreisstadt benannt ist. Mit 3058 km² ist der Landkreis Uckermark mit seiner Kreisstadt Prenzlau nicht nur der größte Landkreis Brandenburgs, sondern der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Er hat lediglich 135 000 Einwohner und mit 44 Einwohnern je km² eine sehr geringe Bevölkerungsdichte. Brandenburgs kleinster Landkreis ist Oberspreewald-Lausitz (1217 km²) mit seiner Kreisstadt Senftenberg. Durch eine dem Landkreis Uckermark vergleichbar große Einwohnerzahl von 127 000 liegt die Bevölkerungsdichte mit 105 Einwohnern je km² mehr als doppelt so hoch wie dort und über dem Durchschnitt von Brandenburg.
Auf der Karte fallen die beiden kreisfreien Städte Potsdam und Cottbus sowie die kleineren Städte Rathenow, Eberswalde-Finow, Oranienburg, Eisenhüttenstadt und Guben bei der Bevölkerungsdichte durch die höchsten Werte auf. Auch im unmittelbaren Umland von Berlin hat sich durch Zuzüge aus der Hauptstadt in vielen Gegenden die Bevölkerungsdichte erhöht. Dagegen gibt es in jedem Landkreis ausgedehnte Bereiche, in denen weniger als 25 Einwohner je km² leben.

Berlin
Nach dem Fall der Mauer war Berlin im Ostteil in elf Stadtbezirke und im Westteil in zwölf Bezirke unterteilt. Dieser Zustand änderte sich mit der Verwaltungsreform 2001, bei der zwölf Bezirke entstanden. Ihren alten Zuschnitt behielten lediglich die drei alten Westbezirke Neukölln, Reinickendorf und Spandau. In Pankow gingen die alten Stadtbezirke Prenzlauer Berg, Weißensee und Pankow auf. Der ehemalige Stadtbezirk Mitte sowie die beiden ehemaligen Bezirke Tiergarten und Wedding sind heute der neue Bezirk Mitte. Eine Mischung aus jeweils einem alten Ost- und Westteil ist Friedrichshain-Kreuzberg.
Die Karte zeigt das Stadtgebiet als Einheit mit über 600 Einwohnern je km² — ein Grenzwert, der der Generalisierung und der Vergleichbarkeit mit Brandenburg geschuldet ist. In Wirklichkeit reichen die Werte von 1424 Einwohnern je km² (Tretow-Köpenick) bis zu 13 379 Einwohnern je km² (Friedrichshain-Kreuzberg).
D. Falk

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