Verwaltung

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978-3-14-100757-2 | Seite 14 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.750.000
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Informationen

In Rheinland-Pfalz gibt es rund 2300 eigenständige Städte und Gemeinden. Sie verteilen sich auf 24 Landkreise und zwölf kreisfreie Städte. Das Saarland besteht lediglich aus fünf Landkreisen sowie dem Regionalverband Saarbrücken mit insgesamt 50 Gemeinden. Selbst Saarbrücken als einzige Großstadt des Bundeslandes ist nicht kreisfrei.

Rheinland-Pfalz
Bis zum Jahr 2000 war Rheinland-Pfalz in die drei Regierungsbezirke Koblenz (zehn Landkreise, kreisfreie Stadt Koblenz), Trier (vier Landkreise, kreisfreie Stadt Trier) und Rheinhessen-Pfalz (zehn Landkreise, zehn kreisfreie Städte) gegliedert. Mit der Reform der Landesverwaltung hörten die Regierungsbezirke auf zu existieren. Ihre Aufgaben werden seitdem von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion mit Sitz in Trier sowie von den Struktur- und Genehmigungsdirektionen Nord (Sitz in Koblenz) und Süd (Sitz in Neustadt an der Weinstraße) erfüllt. Ihnen obliegt z. B. die Gewerbeaufsicht, die Raumordnung und das Bauwesen.
Der heutige Zuschnitt der Verwaltungsgliederung von Rheinland-Pfalz geht auf 1969 zurück, als die kommunale Gebiets- und Verwaltungsreform angegangen wurde. Ähnlich wie in Niedersachsen wurde dabei ein Sonderweg eingeschlagen: Der Hauptteil der kleinen Gemeinden, aber auch der Städte, fusionierte nicht zu größeren Gebieten, sondern schloss sich zu Verbandsgemeinden zusammen. Im Jahr 2009 gab es 163 Verbandsgemeinden, zu denen 87 Städte und 2171 Gemeinden gehörten. Lediglich 16 Städte und zwölf Gemeinden befanden sich außerhalb eines solchen Verbandes. Dazu kamen die kreisfreien Städte Frankenthal, Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen, Mainz, Neustadt an der Weinstraße, Pirmasens, Speyer, Trier, Worms und Zweibrücken.
Bis 2012 soll eine neue Kommunal- und Gebietsreform realisiert werden, die eine Optimierung der Verwaltungsaufgaben zum Ziel hat.

Saarland
Wie in den anderen Ländern der Bundesrepublik Deutschland standen auch im Saarland die 1970er-Jahre im Zeichen einer Gemeinde- und Kreisreform. Der 1. Januar 1974 war der Stichtag: Die acht Landkreise wurden in fünf neue Landkreise und den Stadtverband Saarbrücken gegliedert. Die 345 Gemeinden wurden auf 50 reduziert. Die minimale Einwohnerzahl einer saarländischen Gemeinde beträgt seitdem 6000.
Eine Sonderrolle nimmt der Regionalverband Saarbrücken ein. Seit 2008 ist er der Nachfolger des Stadtverbandes Saarbrücken, der 1974 aus dem ehemaligen Landkreis Saarbrücken und der vormals kreisfreien Stadt Saarbrücken gebildet worden war.
D. Falk

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