Verwaltung

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978-3-14-100755-8 | Seite 2 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
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Informationen

Die größten Gebietseinheiten in Nordrhein-Westfalens Verwaltungsgliederung sind die fünf Regierungsbezirke: Münster, Detmold, Düsseldorf, Arnsberg und Köln. In der Hierarchie darunter liegen die 31 Kreise und die 23 kreisfreien Städte. In den Kreisen wiederum liegen 373 Städte und Gemeinden. Nordrhein-Westfalens Superlativ bei der Bevölkerung im Vergleich zu den anderen Bundesländern zeigt sich auch bei einigen Details der Verwaltungsgliederung: Mit mehr als 660 000 Menschen in zehn Städten ist z. B. der Kreis Recklinghausen der bevölkerungsreichste Landkreis in Deutschland. Einmalig ist auch die Zahl der Großstädte in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2007 gab es in ganz Deutschland 82 Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern, allein 30 lagen in Nordrhein-Westfalen. Die größte der kreisfreien Städte ist Köln mit 990 000 Einwohnern, die kleinste Remscheid mit 115 000 Einwohnern.

Geschichte der Verwaltungsgliederung
Von 1968 bis 1975 vollzog Nordrhein-Westfalen eine Kreisreform, um die Zahl der Gebietseinheiten zu reduzieren und eine effektivere Verwaltungsarbeit zu ermöglichen. Dabei wurde u. a. die Zahl der Kreise von 57 auf 31 verringert. Dies ging nicht ohne Gegenwehr vonstatten: Nur unter heftigem Protest konnten z. B. die linksrheinischen Städte Rheinhausen und Homberg nach Duisburg eingemeindet werden. Erfolgreich im Kampf gegen die Gebietsreform war u. a. die Stadt Wesseling, die nach ihrer Eingemeindung nach Köln 1976 wieder ihre Selbstständigkeit erstritt. Die Zahl der Regierungsbezirke wurde von sechs auf fünf reduziert; seit 1972 ist der ehemalige Regierungsbezirk Aachen Teil des Regierungsbezirkes Köln.
Im Jahr 2007 machten die Kreise 89 % der Fläche von Nordrhein-Westfalen aus, fast 60 % der Landesbewohner wohnten dort. Dabei variierte die Verteilung der Bevölkerung stark. Die beiden nördlichen Regierungsbezirke sind am ländlichsten geprägt. Als einzige hatten sie jeweils weniger als 3 Mio. Einwohner, im Bezirk Münster (378 Ew./km²) gibt es mit Bottrop, Gelsenkirchen und Münster nur drei kreisfreie Städte, im Bezirk Detmold (316 Ew./km²) ist es mit Bielefeld sogar nur eine. Die Regierungsbezirke Arnsberg (5 kreisfreie Städte, 466 Ew./km²) und Köln (4 kreisfreie Städte, 595 Ew./km²) nehmen eine Mittelposition ein. Am urbansten zeigt sich vor allem durch seinen Anteil an den Städten des westlichen Ruhrgebiets der Regierungsbezirk Düsseldorf (985 Ew./km²), in dem zehn kreisfreie Städte liegen.
Eine Besonderheit Nordrhein-Westfalens sind die beiden Landschaftsverbände Rheinland (Sitz in Köln) und Westfalen-Lippe (Sitz in Münster), die ebenfalls mit der Erfüllung öffentlicher Aufgaben im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung betraut sind.
Immer wieder wird darüber diskutiert, die Regierungsbezirke auf drei zu reduzieren: Ruhrgebiet, Rheinland und Westfalen. Dabei wären erstmals alle dem Regionalverband zugehörigen Kommunen in einem Regierungsbezirk vereint und nicht mehr ? wie es heute der Fall ist ? auf die Bezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg verteilt.
D. Falk

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