Verwaltung

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978-3-14-100754-1 | Seite 11 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 2.250.000
Verwaltung |  | Verwaltung | Karte 11/1

Informationen

Die farbliche Gliederung der Verwaltungskarte Niedersachsens orientiert sich an den vier ehemaligen Regierungsbezirken: Die braunen und roten Töne markieren den alten Bezirk Weser-Ems, die grünen Töne Lüneburg, die violetten Töne Braunschweig und die blauen Töne Hannover (der Kreis Diepholz ist zwar grün eingezeichnet, gehörte jedoch zum Regierungsbezirk Hannover). 2005 wurden die Regierungsbezirke als oberste Ebene der Verwaltung aufgelöst.

Geschichte der Verwaltungsgliederung
Ab den späten 1960er-Jahren gab es in der Bundesrepublik Deutschland eine Gemeinde-, Kreis- und Verwaltungsreform, die eine Reduzierung der Verwaltungseinheiten zum Ziel hatte. Zuvor hatte es bundesweit 425 Kreise bzw. Landkreise gegeben, heute sind es 301. Die Zahl der kreisfreien Städte ist von 139 auf 112 zurückgegangen. Statt der ungefähr 24 000 alten Gemeinden existierten 2009 nur noch rund die Hälfte, knapp über 2000 von ihnen waren Städte.
In den meisten Fällen entstanden die neuen Kommunen durch Zusammenschlüsse und Eingemeindungen. Niedersachsen wählte darüber hinaus den Weg der Samtgemeinden (von "gesamt"), bei dem sich selbstständige Gemeinden zu einem Verband zusammengeschlossen haben, um die Verwaltungsaufgaben zu teilen. Dabei sollte eine Samtgemeinde mindestens 7000 Einwohner haben. Eine niedersächsische Besonderheit sind auch die Flecken, von denen es 54 gibt. Die historische Bezeichnung hat heute keine rechtliche Bedeutung mehr. Früher wurde sie an Gemeinden vergeben, die stadtähnliche Privilegien wie das Marktrecht hatten.
Heute hat Niedersachsen 1022 Gemeinden, von denen 164 Städte sind; nach dem Zweiten Weltkrieg hatte es noch über 4200 Gemeinden gegeben. Das Land ist in 37 Landkreise (zuvor 60) und die acht kreisfreien Städte (zuvor 16) Braunschweig, Delmenhorst, Emden, Oldenburg, Osnabrück, Salzgitter, Wilhelmshaven und Wolfsburg gegliedert. Eine zusätzliche Besonderheit ist die Region Hannover, die 2001 aus der ehemals kreisfreien Stadt Hannover und dem Landkreis Hannover gebildet wurde. Mit 245 000 Einwohnern ist Braunschweig die größte der kreisfreien Städte, Emden ist mit 52 000 Einwohnern die kleinste.
Die Bevölkerungsdichte ist sehr heterogen: In Niedersachsen lag sie im Jahr 2008 bei 167 Einwohnern je km², in der Hauptstadt Hannover bei 2528 Einwohnern je km² und im Landkreis Lüchow-Dannenberg bei 41 Einwohnern je km².
Um solche strukturschwachen Regionen wie Lüchow-Dannenberg oder überschuldete Gemeinden zu sanieren, wird immer wieder der Ruf nach einer erneuten Gebietsreform laut. Vorschläge, wie die Mindestgröße von 10 000 Einwohnern pro Gemeinde oder die Begrenzung der Landkreise auf höchstens 15, sind jedoch politisch umstritten.
D. Falk

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