USA - Politische Entwicklung

USA - Entwicklung zum Einwanderungsland

978-3-14-100870-8 | Seite 222 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 30.000.000
USA | Politische Entwicklung | USA - Entwicklung zum Einwanderungsland | Karte 222/2

Überblick

Im Juli 1776 beschlossen die 13 Gründerstaaten Virginia, New Hampshire, Rhode Island, Massachusetts, Maryland, Connecticut, North Carolina, South Carolina, Delaware, New Yersey, New York, Pennsylvania und Georgia die Loslösung vom englischen Mutterland und proklamierten die Vereinigten Staaten von Amerika. Da sich deren Bevölkerung explosionsartig vermehrte, entstand Bedarf nach neuen Territorien westlich der Appalachen. Binnen kurzer Frist wurden Vermont (1791), Kentucky (1792), Tennessee (1796) und Ohio (1803) in die Union aufgenommen.

1803 erwarb Thomas Jefferson, der dritte Präsident der USA, das große "Louisiana"-Gebiet zwischen Mississippi und Rocky Mountains, welches zuvor teils von England, Frankreich und Spanien beansprucht worden war, für 15 Mio. Dollar von Frankreich. Dadurch verdoppelte sich das Territorium der USA auf einen Schlag, zu Bundesstaaten der USA wurden diese Gebiete jedoch erst Jahre später. Die Lewis-und-Clark-Expedition (1804-1806) sollte das Louisiana-Gebiet und Wege für die Westexpansion zum Pazifik erforschen. Mit den Entdeckungen verbanden die USA Besitzansprüche auf das Oregon-Gebiet, das die heutigen Staaten Oregon, Washington, Idaho und Teile von Montana und Wyoming umfasste. Das zwischen Spanien und den USA umstrittene West-Florida (Alabama, Louisiana) wurde 1810 von den USA annektiert, Ostflorida 1819 käuflich erworben. Parallel wurden Indiana (1816), Mississippi (1817), Illinois (1818), Alabama (1819), Maine (1820) und Missouri (1821) in die Union aufgenommen.

Nachdem rund 35 000 amerikanische Siedler in Texas ihre Unabhängigkeit von Mexiko erklärt hatten, wurde Texas 1845 als 28. Staat in die Union aufgenommen. Ein Jahr später wurde die heutige Nordwestgrenze der USA festgelegt, als Großbritannien das Gebiet südlich des 49. Breitengrades als amerikanisch anerkannte. Parallel bemühte sich Washington, große Gebiete im Südwesten, darunter Kalifornien, von Mexiko zu kaufen, doch dessen Regierung lehnte ab. Die USA provozierten daraufhin einen Grenzzwischenfall am Rio Grande, der 1846 zur Kriegserklärung führte. Im Friedensvertrag von 1848 musste Mexiko gegen eine Entschädigung von 15 Mio. Dollar auf das riesige Gebiet der heutigen Staaten Kalifornien, Arizona, Nevada, Texas, Utah und Teile von New Mexico, Colorado und Wyoming verzichten. Die Expansion der USA erreichte damit zwischen 1845 und 1849 einen Höhepunkt. 1853 erwarben die USA den Süden Arizonas und New Mexicos für den Bau einer Eisenbahnlinie zum Pazifik. Mit dem Kauf Alaskas von Russland 1867 wurden die heutigen kontinentalen Grenzen der USA geschaffen.

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