Tourismus

Tourismus

978-3-14-100760-2 | Seite 13 | Abb. 4 | Maßstab 1 : 1.000.000
Tourismus |  | Tourismus | Karte 13/4

Informationen

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands gewinnt der Tourismus in den neuen Ländern immer mehr an Bedeutung. Die Karte gibt einen Überblick über den Tourismus in Sachsen. Sie weist einerseits flächenhafte Strukturen wie Natur- und Nationalparks aus, andererseits zeigt sie Fremdenverkehrsorte in verschiedenen Kategorien und Größen sowie wichtige Sehenswürdigkeiten.

Natur- und Nationalparks
Sachsen verfügt über drei Naturparks. Während der Naturpark Erzgebirge/Vogtland fast 1500 km² umfasst, umschließt der im Länderdreieck von Deutschland, Tschechien und Polen gelegene Naturpark Zittauer Gebirge (seit 2007, auf Karte noch nicht eingezeichnet) lediglich 130 km². Der dritte Naturpark umfasst den südlichen Teil der Dübener Heide. Die Sächsische Schweiz mit ihren Sandsteinfelsen wurde 1990 zum Nationalpark deklariert. Seit 1996 zählt die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zu den Biosphärenreservaten. Das Wasservogelschutzgebiet umfasst rund 1000 Teiche mit einer Gesamtwasserfläche von 24 km².

Touristisches Angebot
Im Städtetourismus dominieren die ehemalige Residenzstadt Dresden mit ihren Kunstschätzen sowie die Messestadt Leipzig. Dresden bietet eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten wie die 2005 wieder aufgebaute Frauenkirche, die Semperoper, den Zwinger und das Deutsche Hygiene-Museum. Die 2006 wiedereröffnete Kunstsammlung im Grünen Gewölbe erlebt einen so starken Besucherandrang, dass die Eintrittskarten mit festen Besuchszeiten versehen sind. In Leipzig sind neben der Messe verschiedene Museen wie das Völkerkundemuseum und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum von touristischer Bedeutung. Sowohl Dresden als auch Leipzig profitieren von dem jüngsten Trend zu kürzeren, aber häufigeren Reisen. Diese Entwicklung ist auch für die Freizeit- und Erlebnisparks Sachsens von Vorteil. Zu diesen zählt neben dem Saurierpark Kleinwelka in Bautzen der südlich von Leipzig liegende Freizeitpark Belantis, der 2003 in einem ehemaligen Braunkohlegebiet eröffnet wurde.
Das Elbsandsteingebirge ist als Natursehenswürdigkeit ein beliebtes Ziel für Wanderer. Durch seine Nähe zu Dresden empfängt es auch zahlreiche Tagesausflügler. Das Erzgebirge und das Vogtland bieten sich sowohl als Wander- als auch als Wintersportziele an. Am Fuß des 1214 m hohen Fichtelbergs liegt mit Oberwiesenthal ein wichtiges Wintersportzentrum.
Darüber hinaus verfügt Sachsen über zahlreiche lokale Sehenswürdigkeiten wie Meißen mit seiner Porzellanmanufaktur und der Albrechtsburg, Chemnitz mit dem Sächsischen Eisenbahnmuseum und dem Tierpark, Zwickau mit dem August-Horch-Automobilmuseum und Altenburg mit dem Schloss- und Spielkartenmuseum.

Übernachtungszahlen

Von den bundesweit 369,6 Mio. Übernachtungen im Jahr 2008 entfielen 16,2 Mio. auf Sachsen. Dresden rangierte mit seinen 3,3 Mio. Übernachtungen auf dem siebten Platz aller deutschen Großstädte. Der Luftkurort Oberwiesenthal und das Heilbad Bad Elster verzeichneten jeweils mehr als 500 000 Übernachtungen. Insgesamt 1,9 Mio. Übernachtungen entfielen auf die verschiedenen Heilbäder Sachsens.
H. Kiegel

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