Thüringen - Physische Karte

Thüringen - Physische Karte

978-3-14-100385-7 | Seite 14 | Abb. 1
Thüringen | Physische Karte | Thüringen - Physische Karte | Karte 14/1

Überblick

Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich viele von Thüringens wichtigsten Städten in der Mitte des Bundeslandes auf. Ganz im Westen liegt am Nordrand des Thüringer Waldes Eisenach, überragt von der geschichtsträchtigen Wartburg, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Weiter östlich folgen die im Süden des fruchtbaren Thüringer Beckens gelegene alte Residenzstadt Gotha sowie die Landeshauptstadt Erfurt, die mit 213 000 Einwohnern die größte Stadt Thüringens ist. Residenzstädte sind Städte, in denen früher ein Fürst oder Herzog seinen Wohnsitz hatte. Mit Weimar schließt sich die nächste Residenzstadt an. Die Stadt gehört ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Glockengießerstadt Apolda, die Universitäts- und Wissenschaftsstadt Jena, Gera und die Spielkartenstadt Altenburg vervollständigen das thüringische Städteband.

Von Wäldern umgeben

Dichte Wälder, vorwiegend Misch- und Laubwälder (Fichten und Buchen) bedecken weite Teile des steil aufragenden Thüringer Waldes. Gleiches gilt für das sich östlich anschließende Thüringer Schiefergebirge. In die Waldgebirge haben sich tiefe Täler eingeschnitten, darunter das vom Naturpark Thüringer Wald umschlossene Biosphärenreservat Vessertal-Thüringer Wald. Zwischen dem Tal und den Bergen des Thüringer Waldes liegen fast 600 Meter Höhenunterschied. Die hohen Niederschläge haben die Entstehung von zahlreichen Talsperren begünstigt. Im Winter ist durch die reichen Schneefälle vor allem in Oberhof und Brotterode der Wintersport, wie zum Beispiel Skifahren oder Rodeln, sehr beliebt. Einzigartige Buchenwälder führten 1997 zur Gründung des Hainich Nationalparks. Auf einer Länge von rund 196 Kilometern durchfließt die insgesamt 427 Kilometer lange Saale das Bundesland von Südosten nach Nordosten. Die Saale entspringt am Großen Waldberg im bayerischen Fichtelgebirge. Im Thüringer Schiefergebirge staut sie gleich zwei der größten Talsperren in Deutschland. Die 1932 fertiggestellte Bleilochtalsperre ist mit einer gestauten Wassermenge von 215 Millionen m³ und einer Wasserfläche von 9,2 km² die größte deutsche Talsperre. Sie dient hauptsächlich der Wasserversorgung, aber auch der Energiegewinnung, dem Hochwasserschutz und dem Freizeitvergnügen. 1941 wurde die Hohenwartetalsperre in Betrieb genommen, die einen 27 Kilometer langen Stausee (182 m³ Wasservolumen) staut. Sie versorgt zwei Wasserkraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 437 Megawatt und wird auch touristisch genutzt. Ab Saalfeld ist die Saale eine wichtige Verkehrsleitlinie, der eine Bundesstraße und eine Eisenbahnlinie folgen. Hinter Camburg fließt sie bis zur Mündung in die Elbe durch Sachsen-Anhalt.

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