Texhoma - Landnutzung

USA - Mittelwesten/Süden - Landwirtschaft

978-3-14-100700-8 | Seite 204 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 75.000
Texhoma | Landnutzung | USA - Mittelwesten/Süden - Landwirtschaft | Karte 204/3

Informationen

Der Kartenausschnitt zeigt die Landnutzung im westlichen Teil des Oklahoma Panhandle, einem typischen Weizenanbaugebiet. Die natürliche Vegetation in dieser Region ist die Kurzgras-Prärie, die in weiten Teilen des Kartenausschnittes noch zu erkennen ist. Aufgrund der Niederschlagsarmut wird der Weizen entweder im Trockenfeldbau ("Dry Farming") oder mithilfe der Karussellbewässerung angebaut.

Winderosion durch Vegetationszerstörung
Der Oklahoma Panhandle bildet den Kernbereich eines Raumes, der stark von Winderosion betroffen ist. Das ehemalige Indianerterritorium in dieser Region wurde 1897 zur Besiedlung freigegeben. Weil die natürliche Vegetation schon in den ersten Jahrzehnten nach dieser Landnahme zu großen Teilen vernichtet wurde, verstärkte sich nach dem Übergang zum Getreideanbau, vor allem von Weizen-Monokulturen, der Prozess der Bodenabschwemmung. Insbesondere Starkregenfälle verursachen auf geneigten Flächen mit zerstörter Vegetation sehr rasch großflächige linienhafte Zerschneidungen.
Umgebrochen wurde die Kurzgrasprärie in den mittleren und südlichen Great Plains vor allem Ende der 1920er und Anfang der 1930er-Jahre. Die westwärts ziehenden Weizenbauern wussten nicht, dass sie das ökologische Gleichgewicht der Region dadurch erheblich und nachhaltig störten. Angesichts der geringfügigen Niederschläge und der alle 20 bis 22 Jahre auftretenden Trockenperioden war diese Region mehrfach von großen Dürren betroffen, die in dieser sehr ebenen und nahezu baumfreien Landschaft zu einem katastrophalen Bodenabtrag durch Windausblasung führten. Afugrund ihrer berüchtigten Staubstürme bürgerte sich für die Gegen die Bezeichnung "Dust Bowl" ein.

Gegenmaßnahmen
Koordiniert durch den Soil Conservation Service wurden Maßnahmen zur Bekämpfung der verschiedenen Formen von Bodenzerstörung eingeleitet. Die "Gully-Erosion", die zu einer tiefen Zerschneidung der Plateauflächen und zur Entstehung sogenannter Badlands führte, wurde durch eine gezielte Bepflanzung der Erosionsrinnen und ihrer Ränder weitgehend gestoppt. Teilweise werden in den bestehenden Erosionsrinnen Dämme errichtet, die das Wasser aufstauen und so seine erosive Kraft nach Starkregenfällen bremsen. Durch das isohypsenparallele Pflügen, auch als Konturpflügen bekannt, wird das natürliche Gefälle des Geländes unterbrochen und die Bodenabspülung nach Niederschlägen verringert. Bei großer Geländeneigung werden zusätzlich Hangterrassen angelegt. Auch die Anlage von Windschutzhecken verringert die Bodenabtragung durch den Wind.
Der geringe Niederschlag im Oklahoma Panhandle ist auch der Grund für das "Dry Farming", einer Feldbaumethode, bei der das Niederschlagsaufkommen von zwei bis drei Regenperioden genutzt wird, um eine Ernte einzubringen. Nicht im Kartenbild zu erkennen ist eine weitere Methode des Erosionsschutzes, der als Strip Farming bezeichnete Streifenanbau. In jüngster Zeit wurden große Schweinemastanlagen im Oklahoma Panhandle und den unmittelbaren Nachbarräumen angesiedelt, um eine höhere Wertschöpfung zu erreichen, als dies nur mit dem Pflanzenbau möglich wäre.
Die geometrische, oft schachbrettartige Aufteilung vieler landwirtschaftlich genutzter Flächen in den USA — der sich auch Verkehrswege, Siedlungen und Nutzungsparzellen unterordnen — ist ein Relikt der planmäßigen Landnahme, das sich vor allem westlich der 13 Gründerstaaten häufig beobachten lässt.
W. Klohn

Graphiken

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Bodenerosion in den Great Plains

Die Great Plains sind eines der größten Grasländer der Trockenen Mittelbreiten. Die Region ist ca. 1,4 Millionen Quadratkilometer groß und macht ein sechstel des Staatsgebietes der USA aus.
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Landwirtschaftliche Produktionsgebiete in den USA

Karte der landwirtschaftlichen Produktionsgebiete der USA
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