Temperaturen im Juli

Klima

978-3-14-100752-7 | Seite 8 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 2.000.000
Temperaturen im Juli |  | Klima | Karte 8/2

Informationen

Die Verteilung der Januar- und Julitemperaturen sowie der jährlichen Niederschlagssummen in Baden-Württemberg stehen in starker Abhängigkeit vom Relief.

Temperaturen im Januar
Die tiefsten Januartemperaturen verzeichnen die höheren Lagen des Schwarzwaldes und der Schwäbischen Alb, wo sie stellenweise auf unter -3 °C fallen. Das Temperaturminimum erreicht mit -4,3 °C der Feldberg, die mit 1493 m ü. M. höchste Erhebung des Schwarzwaldes und des ganzen Bundeslandes. Im gesamten südlichen Schwarzwald, auf der Schwäbische Alb, in Oberschwaben und auf der Frankenhöhe liegen die Januartemperaturen bei -2 bis -3 °C. Die niedrigen Temperaturen resultieren aus dem in der Höhe geringen Umsatz von Sonnenenergie in fühlbare Wärme. Zusätzlich tragen hohe Windgeschwindigkeiten und dadurch die Zufuhr kühler Luftmassen aus höheren Atmosphärenschichten zu einem tiefen Temperaturniveau bei.
In den tieferen Lagen treten dagegen höhere Temperaturen auf: Teile des Oberrheinischen Tieflandes und des Neckaroberlaufs erreichen sogar Werte oberhalb des Gefrierpunkts. Die höchste Januartemperatur wird mit 1,3 °C in Heidelberg gemessen, gefolgt von Freiburg mit 1,1 °C.

Temperaturen im Juli
Wie im Januar zeigt sich im Juli ein reliefbedingtes Gefälle der Temperaturwerte. Die niedrigste Temperatur wird mit 10,8 °C wiederum auf dem Feldberg gemessen. Im südlichen Schwarzwald liegen die Temperaturen bei 13—15 °C, im nördlichen Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb größtenteils bei 14—16 °C. Im Gegensatz zu den Verhältnissen im Januar übersteigen die Temperaturen in Oberschwaben und auf der Frankenhöhe die der Schwäbischen Alb um 1 °C.
Die höchsten Temperaturen werden wiederum im Oberrheinischen Tiefland und am Oberlauf des Neckars gemessen; während die Julitemperatur am Neckar 18—19 °C beträgt, steigt sie im Oberrheinischen Tiefland stellenweise auf über 19 °C. Das Temperaturmaximum wird in Mannheim mit 20,2 °C gemessen, in Heidelberg sind es 19,8 °C, in Karlsruhe 19,5 °C und in Freiburg 19,4 °C.

Niederschläge im Jahr
Die höchsten jährlichen Niederschlagsmengen treten mit 1400 bis über 1800 mm in den Hochlagen des Schwarzwaldes auf. In den restlichen Abschnitten des Schwarzwaldes summieren sich die Jahresniederschläge auf 1000—1400 mm. Der Schwarzwald erreicht dadurch wesentlich höhere Niederschlagswerte als die Schwäbische Alb, wo lediglich 800—1200 mm Niederschlag fällt. Eine der Ursachen für die hohen Niederschläge sind die zunehmenden Windgeschwindigkeiten in größeren Höhenlagen, die durch eine abnehmende Bodenreibung verursacht werden. Durch diese hohen Windgeschwindigkeiten wird in der Höhe mehr Feuchtigkeit zugeführt als bei den geringeren Windgeschwindigkeiten in tieferen Lagen. Eine weitere Ursache für die besonders hohen Niederschläge im Schwarzwald sind Staueffekte, die aus dem Nord-Süd-gerichteten Verlauf östlich des Oberrheinischen Tieflandes resultieren. Die feuchten Westwinde regnen sich an der Westflanke des Schwarzwaldes ab.
Im Oberlauf des Neckars und an der Donau zwischen Sigmaringen und Ulm erreichen die Jahresniederschlagswerte lediglich 700—800 mm, rund um Stuttgart und südwestlich von Ulm weniger als 700 mm. Die geringen Niederschlagswerte im Großraum Stuttgart resultieren aus der Kessellage der Stadt.
H. Kiegel

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