Temperaturen im Juli

Europa – Klima

100750 | Seite 64 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 36.000.000
Temperaturen im Juli |  | Europa – Klima | Karte 64/2

Überblick


ährend sich im Winter in Europa vor allem der maritime Einfluss auf das Klima bemerkbar macht (also die Lage zum Atlantik), spielt im Sommer auch die unterschiedliche Strahlungsenergie der Sonne eine sehr wichtige Rolle. Durch die Strahlungsenergie wird auf der Erde Wärme erzeugt. Da die Strahlungsenergie von Süden nach Norden abnimmt, werden im Süden mehr Wärme und damit grundsätzlich höhere Temperaturen erzielt als im Norden. Die dadurch ausgeprägten Temperaturzonen verlaufen zonal – also fast parallel zu den Breitenkreisen.

Einfluss des Meeres
Ähnlich wie im Winter wirken sich die vergleichsweise kühlen Wassermassen des Atlantiks mildernd auf die Temperaturen an den Küsten aus. Daher sind die Temperaturzonen im Juli über West- und Nordwesteuropa nach Süden verschoben. Während beispielsweise in Osteuropa noch nördlich des 60. Breitengrades im Juli Temperaturen von zum Teil über 20 °C herrschen, treten an der Atlantikküste bereits am 50. Breitengrad Temperaturen von unter 20 °C auf. Die vorherrschenden Westwinde transportieren hier vom Ozean relativ kühle Luftmassen heran. Die Sommer im kontinentalen Osteuropa können also heißer sein als im maritimen Südwesteuropa.

Verteilung der Temperaturen
Europa hat, von Süden nach Norden, Anteil an drei Klimazonen: den Subtropen, den Mittelbreiten und der Subpolaren Zone. Die höchsten Temperaturen werden aufgrund der stärkeren Sonneneinstrahlung und der weitgehend fehlenden Bewölkung in den Subtropen erzielt. Viele der heißesten Orte sind vollarid – das heißt, dass das ganze Jahr über weniger Niederschlag fällt, als durch die Wärme verdunstet. Diese Regionen sind sehr trocken und oft durch wüstenartige Landschaften oder Steppen gekennzeichnet.
Die tiefsten Temperaturen Europas werden im Juli mit durchschnittlich 5 bis 10 °C im Norden Skandinaviens und auf Island erreicht. Darüber hinaus sind sowohl im Winter als auch im Sommer die Höhenlagen der Gebirge deutlich kühler. Diese Regionen treten als so genannte kühlere „Klimainseln“ hervor.

P. Frankenberg, A. Siegmund, D. Volz, M. Schneider, S. Lemke

Info Plus

Neben dem maritimen Einfluss auf das Klima in Europa führt die von Süd nach Nord abnehmende Strahlungsenergie zu einer charakteristischen zonalen, d.h. breitenkreisparallelen Temperaturverteilung, die vor allem im Sommerhalbjahr (Juli) deutlich wird. Europa hat Anteil an drei Klimazonen: den Subtropen, den Mittelbreiten und der Polarregion.
Durch die überwiegend positive Strahlungsbilanz zeigt die Karte der Temperaturen im Juli (auf Basis des langjährigen Mittels der Standardperiode von 1961 bis 1990) daher über weiten Teilen Europas einen Nord-Süd-Wandel der Temperatur. Die vergleichsweise kühlen Wassermassen des Atlantiks wirken sich dabei dämpfend aus, sodass die Juli-Isothermen über West- und Nordwesteuropa nach Süden verschoben sind. Während beispielsweise in Osteuropa noch nördlich des 60. Breitengrades Juli-Mitteltemperaturen von 20 °C erreicht werden, wird dieser Wert an der Atlantikküste bereits am 50. Breitengrad unterschritten, weil die vorherrschenden Westwinde hier vom Ozean relativ kühle Luftmassen herantransportieren.
Die höchsten Temperaturen werden infolge der stärkeren Sonneneinstrahlung und der weitgehend fehlenden Bewölkung in den vollariden Gebieten der Subtropen erzielt. Die Durchschnittstemperaturen im Juli überschreiten im Innern Nordafrikas und Asiens verbreitet 30 °C. Die tiefsten Temperaturen werden in Europa im Juli mit 5 bis 10 °C Monatsmittel im Norden Skandinaviens und auf Island erreicht. Darüber hinaus heben sich sowohl im Winter als auch im Sommer die Höhenlagen der Gebirge als kühlere Klimainseln hervor.
P. Frankenberg, A. Siegmund, D. Volz

Graphiken

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Klima- und Thermoisoplethendiagramm der Borealen Zone (Beispiel Helsinki)

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Luftmassen in Europa und deren Eigenschaften

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