Temperaturen im Jahr

Deutschland – Klima/Klimaelemente/Stadtklima

100750 | Seite 41 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 6.000.000
Temperaturen im Jahr |  | Deutschland – Klima/Klimaelemente/Stadtklima | Karte 41/1

Informationen

In der Karte werden die jährlichen Durchschnittstemperaturen der Standardperiode 1961—1990 für Deutschland in einer siebenstufigen Skala dargestellt. Die Spanne der auftretenden Werte reicht dabei von unter 4 °C bis über 10 °C. Die tiefsten Temperaturen verzeichnen naturgemäß die höheren Lagen einiger Mittelgebirge bzw. der Alpen. Hier treten jährliche Durchschnittstemperaturen von 6 °C, zum Teil sogar von unter 4 °C auf. Auf diese Weise heben sich in der Karte Harz, Thüringer Wald, Erzgebirge, Böhmerwald, Vogesen, Schwarzwald und vor allem die Alpen als "Kälteinseln" ab.
In den tieferen Lagen ist der Umsatz von Sonnenenergie in fühlbare Wärme größer (aufgrund der dort größeren Oberflächen). Dieser Unterschied zu den höheren Lagen führt zu einem adiabatischen Temperaturrückgang mit der Höhe. Höhere Windgeschwindigkeiten tragen durch die stärkere Zufuhr kühlerer Luftmassen aus höheren Atmosphärenschichten ebenso zu einem tieferen Temperaturniveau bei. Durch diese Höhenabhängigkeit der Jahresdurchschnittstemperatur zeigt sich im Kartenbild ein gewisses reliefbedingtes Nord-Süd-Gefälle der Werte. Weite Teile des Norddeutschen Tieflandes weisen verbreitet Jahresmittel der Temperatur von 8 bis 9 °C auf, während der Mittelgebirgsraum im Süden durch ein Temperaturniveau von 7 bis 8 °C geprägt ist. Die höchsten Werte von über 10 °C werden in den großen Tallagen und geschützten Tiefebenen verzeichnet. Dadurch heben sich v. a. der Oberrheingraben und die Kölner Bucht als thermisch besonders begünstigte Regionen ab. Am Alpennordrand zeigt sich in einigen Tälern ein lokal erhöhtes Temperaturniveau, bedingt durch den zeitweiligen Einfluss des Föhns.
A. Siegmund

Graphiken

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Mögliche Änderungen der Temperatur

Seit über 100 Jahren lässt sich auf der Erde eine Veränderung der globalen Temperatur feststellen. Damit verbunden sind auch Veränderungen anderer Klimaelemente, z.B. der Niederschläge oder des Windes.
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Steigungsregen und Föhneffekt

Niederschläge an Gebirgen, die durch aufsteigende Luftmassen verursacht werden, deren Wasserdampf durch die adiabatische Abkühlung kondensiert und ganz oder teilweise ausregnet. Der Föhn ist dabei ein warmer Fallwind, der durch ein Gebirgshindernis zum aus- oder absteigen gezwungen wird.
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