Sternenhimmel über Mitteleuropa

Die Erde im Weltall

978-3-14-100700-8 | Seite 261 | Abb. 10
Sternenhimmel über Mitteleuropa |  | Die Erde im Weltall | Karte 261/10

Informationen

Etwa 3000 Sterne kann man auf der Nachtseite der Erde bei günstigsten Beobachtungsbedingungen mit bloßem Auge sehen. Die Sterne sind wie die Sonne selbstleuchtende Himmelskörper und werden nach ihrer Helligkeit in sechs Größenklassen eingeteilt (in der Abbildung sind nur die hellsten vier Stufen eingetragen).
Ähnlich wie auf der Erde dient auch am Himmel ein Gradnetz zur Orientierung und Positionsbestimmung: In den beiden Schnittpunkten der Erdachse mit dem scheinbaren Himmelsgewölbe liegen die Himmelspole; die abgebildete Sternkarte zeigt nur den nördlichen Himmelspol, der dicht neben dem Polarstern liegt. Der Himmelsäquator (roter Kreis) ist der an den Himmel projizierte Erdäquator. Durch die Bahnbewegung der Erde um die Sonne wandert die Sonne im Jahreslauf vor dem Hintergrund des Sternenhimmels einmal herum; ihre scheinbare Bahn ist die Ekliptik (gelb gestrichelter Kreis), die entsprechend der Neigung der Erdachse gegen den Himmelsäquator um 23,5 Grad geneigt ist und durch die Sternbilder des Tierkreises verläuft. Die tägliche Sonnenposition am Himmel findet man auf der Karte, indem man eine Linie vom Himmelspol beim Polarstern zum Datum am Rand der Karte zieht; der Schnittpunkt dieser Linie mit der Ekliptik ist die Sonnenposition an diesem Tag. Die auf der Karte jeweils gegenüberliegenden Sternbilder sind um Mitternacht zu sehen.
Am gesamten Himmel, also inklusive seiner bei uns nicht sichtbaren Teile, gibt es 88 international festgelegte Sternbilder, die sich als zufällige Figuren ergeben. Die einzelnen Sterne eines Bildes haben physikalisch nichts miteinander zu tun und sind ganz unterschiedlich weit von der Erde entfernt. Trotz der Eigenbewegung der Sterne — und der Sonne — erscheinen sie uns aufgrund ihrer riesigen Entfernungen zu uns und zueinander über lange Zeiten als unverändert, daher ihre Bezeichnung "Fixsterne". Ihre Entfernungen werden nicht mehr in Kilometern, sondern in Lichtjahren gemessen; ein Lichtjahr entspricht der Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, also etwa zehn Billionen Kilometern. Die Sonne ist von der Erde rund acht Lichtminuten entfernt, Pluto etwa 5,5 Lichtstunden, der allernächste Stern 4,3 Lichtjahre. Viele Sternbilder vor allem des Nordhimmels gehen auf die griechische Mythologie zurück.
Die Milchstraße ist als Band in der Karte eingezeichnet.
A. Schulz

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Sternenhimmel über Mitteleuropa mit Erläuterung und Arbeitsblatt

Auf dem Arbeitsblatt befindet sich eine Anleitung (Drehschablone) zur Bestimmung des sichtbaren Sternhimmels für jeden Tag im Jahr.
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