Skandinavien - Wirtschaft

Skandinavien/Baltikum – Wirtschaft

100750 | Seite 72 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 6.000.000
Skandinavien | Wirtschaft | Skandinavien/Baltikum – Wirtschaft | Karte 72/2

Informationen

In der Bevölkerungsverteilung Skandinaviens überlagern sich ein Nord-Süd-Gefälle und ein Küsten-Binnenland-Gefälle. Hauptgründe dafür sind die klimatischen Bedingungen und die Verkehrserschließung (Häfen). Gegenüber breitenparallelen Zonen in Ostkanada macht sich die temperaturerhöhende Wirkung Golfstromes in einer relativen Klimagunst bemerkbar.

Zur Energiegewinnung
Norwegen ist einen der wichtigsten Exporteure von Erdöl und Erdgas in die EU. Begünstigt ist Norwegen auch hinsichtlich seiner Wasserkraftressourcen: Rund die Hälfte des Primärenergieverbrauchs und fast die gesamte Stromerzeugung beruhen darauf. Die niedrigen Stromkosten ermöglichen Exporte und Standorte energieintensiver Industrien wie der Aluminiumverhüttung. Wasserkraft spielt auch in Schweden und Finnland eine wichtige Rolle, dort hat jedoch die Kernenergie einen hohen Stellenwert.

Exportorientierte Industrien
Die im Vergleich zu den übrigen skandinavischen Staaten hohe agrarische Produktion gibt der Nahrungsmittelindustrie Dänemarks ein besonderes Gewicht. In den drei anderen Ländern lassen sich einige Gemeinsamkeiten feststellen, z. B. die Schwerpunkte Holz- und Holzveredelungsindustrie, Maschinen-, Schiffs- und Fahrzeugbau. Spezialisierte Produkte sind z. B. Handelsschiffe in Norwegen und Schweden, Spezialschiffe (Fähren, Kreuzfahrt) vor allem in Finnland sowie Pkw und Lkw (Schweden). Die Hightechbranche ist mit Unternehmen wie dem finnischen Konzern Nokia vertreten.
M. Felsch

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