Skandinavien und Baltikum - Physische Karte

Nordeuropa - Physische Karte

978-3-14-100870-8 | Seite 122 | Abb. 2 | Maßstab 1 : 6.000.000
Skandinavien und Baltikum | Physische Karte | Nordeuropa - Physische Karte | Karte 122/2

Überblick

Die Skandinavische Halbinsel ist mehr als doppelt so groß wie Deutschland. Die Entfernung Malmö - Nordkap entspricht etwa der Entfernung Malmö - Sizilien. Schweden, Norwegen und Finnland haben zusammen aber nur rund 20 Mio. Einwohner, etwa ein Viertel Deutschlands. In weiten Teilen ist die Skandinavische Halbinsel daher nur dünn besiedelt. Eine Ausnahme bildet in vielerlei Hinsicht das vergleichsweise dicht besiedelte Dänemark. Weite Teile des Landes liegen auf Inseln. Mit seiner verbreiteten agrarischen Nutzung bildet Dänemark auch landschaftlich einen Kontrast zu seinen nordeuropäischen Nachbarn - dort dominieren ausgedehnte Wälder und Fjellregionen.

Das heute von Schweden und Finnland eingenommene Gebiet gehört geologisch zum sehr alten Baltischen Schild. Der russische Teil Kareliens und die Halbinsel Kola sind geologisch sogar noch älter. Dort sind die ältesten Gesteine Europas erschlossen - mit einem Alter von rund 3,5 Mrd. Jahren. Er bildet eine weite, flache Aufwölbung. Dass vor rund 1,6 Mrd. Jahren aufgefaltete Gebirge ist tief abgetragen und an den Rändern teilweise von jungen Sedimenten bedeckt. Der Baltische Schild zeigte seit dem Präkambrium überwiegend Hebungstendenz; dieser Aufstieg hält aufgrund der Entlastung durch den Rückzug der quartären Eisbedeckung bis heute an (Hebungswerte von bis zu 11 mm pro Jahr). Im Südosten wird der Baltische Schild von einem markanten Abbruch begrenzt, markiert durch den Oslofjord, das Kattegat und den Öresund zwischen Malmö und Kopenhagen.

Während der kaledonischen Gebirgsbildung vor rund 400 Mio. Jahren wurden die Gebirge im Bereich des heutigen Norwegens an den Baltischen Schild angefaltet, die heutigen Skanden. Sie haben in Teilen Hochgebirgscharakter und tragen Gletscher. Zwischen den Skanden und der Ostsee vermittelt eine von Nordwest nach Südost ausgerichtete Abdachung, die durch den parallelen Verlauf der Flüsse besonders in Nordschweden augenfällig ist.

Norwegens Küsten zum Nordmeer und der Nordsee sind stark gegliedert und werden von Fjorden bestimmt. Dort ist das Meer in glazial ausgestaltete Trogtäler eingedrungen. Die steilen Talwandungen erheben sich 700 Meter und mehr aus dem Wasser und reichen zugleich mehr als 1200 Meter unter den Meeresspiegel. Die Täler weisen einen Abschluss in Gestalt eines massiven Felsriegels auf.

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