Sachsen - Verwaltung 1949–1990

Sachsen - Geschichte

978-3-14-100383-3 | Seite 26 | Abb. 3
Sachsen | Verwaltung 1949–1990 | Sachsen - Geschichte | Karte 26/3

Sachsen nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 war Sachsen Teil der Sowjetischen Besatzungszone und kam unter militärische Verwaltung. Die Verwaltung gliederte das Land neu: Die Länder Mecklenburg, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen und Sachsen bildeten ab 1949 die größeren Verwaltungseinheiten der DDR. Dabei bestand das neue Land Sachsen aus den Gebieten des ehemaligen Freistaates Sachsen und der westlichen Oberlausitz. Es hatte eine Größe von 17 004 km². Die Gebiete östlich der Neiße erhielt Polen.

Sachsen nach der Verwaltungsreform 1952

Im Juli 1952 verkündete die 2. Parteikonferenz der SED den Aufbau des Sozialismus in der DDR. Daher wurde beschlossen, den Staatsaufbau nach sowjetischem Vorbild umzugestalten, um eine bessere Kontrolle zu erreichen (Demokratischer Zentralismus). Die Länder sollten als Reste der föderalen Ordnung aufgelöst werden. Sachsen wurde durch ein Gesetz in drei Bezirke aufgeteilt: Dresden, Leipzig und Chemnitz (von 1953 bis 1990 Karl-Marx-Stadt). Damit existierte Sachsen als politisches Gebilde nicht mehr. Dieses „Gesetz über die weitere Demokratisierung des Aufbaus und der Arbeitsweise der staatlichen Organe in den Ländern der Deutschen Demokratischen Republik“ verschob einige der bisherigen Landesgrenzen. Bei diesen „Grenzbereinigungen“ wurden einzelne Städte und Gemeinden an die Nachbarkreise angegliedert. Die neuen Bezirksgrenzen waren also nicht identisch mit den ehemaligen Landesgrenzen. So wurde ein Teil der Oberlausitz um die Kreisstädte Weißwasser und Hoyerswerda dem Bezirk Cottbus angegliedert. Gleichzeitig wurde der neue Bezirk Leipzig um einige Gebiete erweitert, die zuvor zum Land Sachsen-Anhalt gehörten. Dazu zählten die Kreise um Torgau, Eilenburg und Delitzsch. Auch die bisher thüringischen Kreise Altenburg und Schmölln fielen an den Bezirk Leipzig. Eilenburg und Delitzsch. Auch die bisher thüringischen Kreise Altenburg und Schmölln fielen an den Bezirk Leipzig. Für die neue Grenzziehung waren wirtschaftliche Kriterien entscheidend. Man versuchte, bestimmte volkswirtschaftlich wichtige Industriezweige innerhalb der einzelnen Bezirke zu konzentrieren. Beispielsweise wurden die Kreise Hoyerswerda und Weißwasser, die zum Lausitzer Braunkohlenrevier gehörten, dem „Energiebezirk“ Cottbus angegliedert.