Sachsen - Physische Übersicht

Sachsen - Topographie und Geologie

978-3-14-100383-3 | Seite 12 | Abb. 1
Sachsen | Physische Übersicht | Sachsen - Topographie und Geologie | Karte 12/1

Überblick

Das eiszeitlich geformte Norddeutsche Tiefland reicht bis in das nördliche Sachsen. Im Westen liegt die Leipziger Tieflandsbucht mit ihren fruchtbaren Böden und im Osten das Oberlausitzer Teich- und Heideland. Südlich folgt vom linken Elbufer bis Thüringen der Übergang ins Sächsische Hügelland. Zwischen der Elbe und dem östlichen Grenzfluss Neiße geht das Flachland in das Lausitzer Bergland über. Das Erz- und Elstergebirge sowie das Lausitzer Gebirge begrenzen Sachsen im Süden. Die Elbe teilt den Freistaat Sachsen von Südosten nach Nordwesten. Im äußersten südwestlichen Zipfel Sachsens liegt das bergige Vogtland.

Großlandschaften

Deutlich erkennbar ist die Dreiteilung in nordsächsisches Flachland, sächsisches Hügelland und sächsisches Mittelgebirge. Die westlich der Mulde gelegene Leipziger Tieflandsbucht ist eine eiszeitliche Altmoränenlandschaft. Als Moräne wird das von Gletschern transportierte und abgelagerte Material (z. B. Geröll) bezeichnet. Altmoränenlandschaften sind, im Vergleich zu Jungmoränenlandschaften, bereits stark verwittert und meist flachwellig bis hügelig. Weiter östlich schließen sich die überwiegend mit Wald bedeckten Landschaften der Dübener Heide und der Dahlener Heide mit ihren sandigen Böden an. Der 240 Meter hohe Löbenberg ist vulkanischen Ursprungs. Die wenig fruchtbare Landschaft wird im Osten von der Auenlandschaft des Elbe-Elster-Tieflandes begrenzt. Den nördlichen Teil der Oberlausitz nehmen die trockenen Königsbrück-Ruhlander Heiden, das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet sowie die Muskauer Heide mit nacheiszeitlich aufgewehten Dünen ein. Das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet ist Teil des in der Saaleeiszeit gebildeten Urstromtals (Urstromtäler sind Abflussrinnen des Gletscherschmelzwassers). Das Lausitzer Seenland entstand aus einem ehemaligen Bergbaugebiet und setzt sich in Brandenburg fort. Das den Mittelgebirgen vorgelagerte sächsische Hügelland weist zum großen Teil Lössbedeckung auf (Löss ist eine durch den Wind transportierte, feinkörnige, kalkhaltige Ablagerung). Böden, die auf Löss gründen, sind sehr fruchtbar. Diese von sandigen Altmoränenplatten unterbrochenen Gebiete werden landwirtschaftlich intensiv genutzt. Östlich der Dresdener Elbtalweitung folgen das in Kuppen aufgelöste Westlausitzer Hügel- und Bergland. Die östliche Oberlausitz wird von einzelnen Berggruppen und Einzelbergen, oft vulkanischen Ursprungs, überragt. Die Zone der sächsischen Mittelgebirge beginnt im Westen mit dem Vogtland. Das zwischen Fichtelgebirge und Erzgebirge liegende Elstergebirge im Süden greift weit in tschechisches Gebiet ein. Das Erzgebirge ist durch zahlreiche Flüsse gegliedert. Ihm ist das dicht besiedelte Erzgebirgsbecken vorgelagert. Im mittleren Erzgebirge werden mit dem 1215 Meter hohen Fichtelberg und dem schon auf tschechischem Gebiet liegenden 1244 Meter hohen Keilberg die höchsten Erhebungen erreicht. Durch das Elbsandsteingebirge (Sächsische Schweiz) ist die Elbe in einem großen Tal durchgebrochen. Ganz im Osten folgen das Oberlausitzer Bergland und das Zittauer Gebirge, die zu dem Gebirgszug der Sudeten überleiten.

Basiskarte

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