Sachsen-Anhalt - Tourismus, Erholung und Naturschutz

Sachsen-Anhalt - Tourismus und Welterbe

978-3-14-100384-0 | Seite 18 | Abb. 1
Sachsen-Anhalt | Tourismus, Erholung und Naturschutz | Sachsen-Anhalt - Tourismus und Welterbe | Karte 18/1

Überblick

Seit der Wiedervereinigung Deutschlands gewinnt der Tourismus in den neuen (östlichen) Bundesländern immer mehr an Bedeutung. Die Karte gibt einen Überblick über den Tourismus in Sachsen-Anhalt. Sie weist einerseits Natur- und Nationalparks aus, andererseits zeigt sie Fremdenverkehrsorte sowie wichtige Sehenswürdigkeiten.

Natur- und Nationalparks

Sachsen-Anhalt hat Anteil am ersten länderübergreifenden Nationalpark Deutschlands, dem Nationalpark Harz. Dieser Nationalpark entstand 2006 aus dem Nationalpark Hochharz (Gründung 1990) und dem niedersächsischen Nationalpark Harz (1994). Der Nationalpark Harz umfasst heute etwa ein Zehntel der Gesamtfläche des Harzer Mittelgebirges. Der Naturpark Harz schließt dagegen den gesamten Harz sowie Teile des nördlichen Harzvorlandes ein. Weitere Naturparks sind der Drömling, das untere Saaletal, das Saale-Unstrut-Triasland und Teile der Dübener Heide. Darüber hinaus schützen Biosphärenreservate die Karstlandschaft Südharz und die Flusslandschaft Mittelelbe. Biosphärenreservate haben die Aufgabe, das nachhaltige Wirtschaften der Menschen in und mit der Natur zu sichern.

Übernachtungszahlen

Von den bundesweit 459 Millionen Übernachtungen im Jahr 2017 entfielen lediglich 8,1 Millionen auf Sachsen-Anhalt. Damit ist Sachsen-Anhalt nach Bremen und dem Saarland das Bundesland mit den wenigsten Übernachtungsgästen. Während bundesweit auf jeweils 1000 Einwohner 5568 Übernachtungen kamen, waren es in Sachsen-Anhalt lediglich 3638. Mit seinen 630 000 Übernachtungen rangierte Magdeburg im Jahr 2016 von allen deutschen Großstädten auf Platz 37. Wichtigste Urlaubregion mit über 3 Millionen Übernachtungen ist der Harz mit dem Harzvorland.

Touristisches Angebot

Die wichtigste Tourismusregion Sachsen-Anhalts ist der Harz mit seinem nördlichen Vorland. Die Region weist neben Erholungs- und Luftkurorten auch Heilbäder wie Blankenburg und Bad Suderode auf. Hier kann man wandern, mountainbiken oder auch Wassersport und Wintersport betreiben. Außerdem bestehen viele Besichtigungsmöglichkeiten, etwa von Burgen wie Burg Falkenstein, Kirchen wie St. Servatius in Quedlinburg, Schlössern wie das Wasserschloss Westerburg und Museen wie das Bergbaumuseum und das Schaubergwerk Röhrigschacht in Sangerhausen. Von touristischer Bedeutung sind auch verschiedene Tropfsteinhöhlen. Die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt von Quedlinburg zählen wie die Luther-Gedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, die Bauhausstätten in Dessau sowie das Gartenreich in Dessau-Wörlitz zum Weltkulturerbe der UNESCO. Weitere regionale Schwerpunkte des Tourismus bilden die Saale-Unstrut-Region sowie die Städte Magdeburg und Halle. Ein landesweites Projekt ist die 1993 ausgewiesene Straße der Romanik, die in ihrer Nord- und Südroute zahlreiche historische Gebäude miteinander verbindet.

Lebendige Karte

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