Sachsen-Anhalt - physisch

Sachsen-Anhalt - physisch

978-3-14-100761-9 | Seite 4 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 750.000
Sachsen-Anhalt | physisch | Sachsen-Anhalt - physisch | Karte 4/1

Informationen

In Sachsen-Anhalt wechseln sich flache bis leicht wellige oder hügelige, von den Eiszeiten geprägte Gebiete mit reizvollen Flusslandschaften und Mittelgebirgen ab. Der 1142 m hohe Brocken im Harz ist nicht nur die höchste Erhebung von Sachsen-Anhalt, sondern auch von allen neuen Bundesländern.

Magere Heiden und fruchtbare Börden
Kernraum des Bundeslandes ist die fruchtbare Magdeburger Börde. Die Lössdecken der letzten Eiszeit, die die Grundmoränen überlagern sind stellenweise bis zu 2 m dick. Die flachwellige Landschaft wird intensiv landwirtschaftlich genutzt. Auf guten Böden, teilweise Schwarzerdeböden, werden Getreide, Zuckerrüben und Spargel angebaut sowie intensiver Erwerbsgartenbau betrieben. Landwirtschaft und Braunkohlentagebau prägen die nicht ganz so fruchtbare Leipziger Tieflandsbucht ganz im Südosten. Beide Landschaften werden im Norden und Osten von der dünn besiedelten Altmark, der teilweise unberührten Colbitz-Letzlinger Heide, dem Höhenrücken Fläming und der Dübener Heide östlich des Muldestausees begrenzt. Größter natürlicher See Sachsen-Anhalts ist der rund 5 km² große Arendsee in der Altmark, der durch den Einbruch eines Salzstocks entstand.

Harzvorland
Der Mittellauf der Saale und die bei Naumburg in sie mündende Unstrut begrenzen das Harzvorland und die südlich vom Harz gelegene Goldene Aue. Der Weinbau in der Saale-Unstrut-Region hat eine lange Tradition. Zentrum des von der Weinstraße Saale-Unstrut durchzogenen Gebietes ist die Wein- und Sektstadt Freyburg. Das östliche Harzvorland, früher durch den Kupferbergbau bekannt, ist eine hügelige Ackerlandschaft. Südlich davon erstreckt sich eine kaum bewaldete Gipskarstlandschaft, an die sich im Westen die fruchtbare Goldene Aue anschließt. Das nördliche Harzvorland ist eine abwechslungsreiche, altbesiedelte Kulturlandschaft mit den Zentren Halberstadt und Quedlinburg. Im Süden erhebt sich steil die Nordflanke des Harzes.

Wasserstraßenkreuz Magdeburg
Die Landeshauptstadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt am Wasserstraßenkreuz Magdeburg, dessen Bau nach der Wiedervereinigung in Angriff genommen wurde. Mit dem Aufeinandertreffen von Elbe, Mittellandkanal und Elbe-Havel-Kanal wurde eine durchgehende Wasserstraßenverbindung zwischen Rhein und Oder geschaffen. Der Ausbau beinhaltete u. a. den Bau von drei Schleusen vor, von denen die Schleuse Niegripp schon 1938 fertiggestellt wurde. Auch das Schiffshebewerk Rothensee konnte damals in Betrieb gehen. Kernstück ist die 2003 eingeweihte Trogbrücke, mit 918 m die längste Kanalbrücke Europas, die den Mittellandkanal über die Elbe führt.
E. Astor

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