Sachsen-Anhalt - Niederschläge im Jahr

Sachsen-Anhalt - Landwirtschaft und Klima

978-3-14-100384-0 | Seite 21 | Abb. 3
Sachsen-Anhalt | Niederschläge im Jahr | Sachsen-Anhalt - Landwirtschaft und Klima | Karte 21/3

Überblick

Die regionale Verteilung der Jahressummen der Niederschläge in Sachsen-Anhalt steht in starker Abhängigkeit von der Höhenlage und vom Relief, also der Oberflächengestalt.

Niederschläge im Jahr

Aufgrund seiner Höhenlage hebt sich der Harz mit seinen Jahresniederschlagswerten deutlich von seinem Umland ab. Die höchsten Niederschlagsmengen treten mit über 1400 mm in den Höhenlagen zwischen dem Brocken (1142 m) und dem in Niedersachsen befindlichen Wurmberg (971 m) auf. Eine der Ursachen für die hohen Niederschläge sind die zunehmenden Windgeschwindigkeiten in größeren Höhenlagen, die durch eine abnehmende Bodenreibung verursacht werden. Durch diese hohen Windgeschwindigkeiten wird in der Höhe mehr Feuchtigkeit zugeführt als bei den geringeren Windgeschwindigkeiten in tieferen Lagen. Eine weitere Ursache für die hohen Niederschläge sind Staueffekte, die durch die Hangneigungen und Hangrichtungen des Harzes bedingt sind. Der Harz wirkt somit als Regenfänger. In der Magdeburger Börde sowie beidseitig der Saale fallen jährlich weniger als 500 mm Niederschlag. Diese Gebiete gehören zusammen mit dem Thüringer Becken zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands. Ursache für die Niederschlagsarmut ist die Leelage (windabgewandte Seite) im Osten des Harzes. Man spricht auch von der Lage im Regenschatten eines Gebirges (in diesem Fall der Harz). In der Altmark sowie im Fläming und seinem Vorland betragen die Jahresniederschläge dagegen 500–600 mm.