Sachsen-Anhalt - Ausländische Bevölkerung

Sachsen-Anhalt - Verwaltung und Bevölkerung

978-3-14-100384-0 | Seite 29 | Abb. 5
Sachsen-Anhalt | Ausländische Bevölkerung | Sachsen-Anhalt - Verwaltung und Bevölkerung | Karte 29/5

Überblick

Als Ausländer werden diejenigen Menschen klassifiziert, die in Deutschland leben, aber keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Im Jahr 2015 waren das deutschlandweit 10,5 Prozent der Bevölkerung, in Sachsen-Anhalt 3,9 Prozent. Ende 2017, nach dem Flüchtlingsansturm 2015/2016, waren die Anteile in Deutschland auf 12,8 Prozent und in Sachsen-Anhalt auf 4,9 Prozent gestiegen. Nur Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wiesen etwas geringere Werte auf als Sachsen-Anhalt. In absoluten Zahlen heißt das, dass in Sachsen-Anhalt Ende 2017 109 000 Ausländer lebten. Die meisten davon kommen aus Syrien (20,9 %), gefolgt von Polen (9,4 %), Rumänien (6,4 %) und Afghanistan (5,2 %).

Regionale Verteilung

In den meisten Kreisen lag der Ausländeranteil 2015 bei unter 4 Prozent, in vielen auch unter 3 Prozent. Im Kreis Dessau-Roßlau und im Burgenlandkreis waren es 4–6 Prozent, nur in den beiden kreisfreien Städten Magdeburg und Halle lagen die Werte höher bei 6–12 Prozent. Diese Kreise sind auch wirtschaftlich am stärksten und bieten den Einwanderern damit bessere Zukunftschancen.