Saarland - physisch

Saarland - physisch

978-3-14-100757-2 | Seite 12 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 350.000
Saarland | physisch | Saarland - physisch | Karte 12/1

Informationen

Das Saarland liegt im Südwesten von Deutschland. Im Norden und Osten grenzt es an Rheinland-Pfalz, im Süden und Südwesten an Frankreich und #150; entlang der Mosel ganz im Westen #150; an Luxemburg. Wichtigster und längster Fluss ist die namengebende Saar, die ihren Mittel- und Unterlauf im Saarland hat. Berühmt ist die tief eingeschnittene Saarschleife bei Mettlach. In die Saar münden Blies, Bist, Prims und Nied. Im Saar-Nahe-Bergland entspringt am 525 m hohen Sengert die Nahe.
Ganz im Norden markiert die Kammlinie des zum Hunsrück zählenden dicht bewaldeten Schwarzwälder Hochwaldes die Grenze zu Rheinland-Pfalz. Der 695 m hohe Dollberg nordöstlich des Stausees Nonnweiler ist die höchste Erhebung des Saarlandes. Dem Hochwasserschutz, vor allem aber touristischen Zwecken dient der 1979 fertiggestellte Bostalsee im Sankt Wendeler Land. Teile der Landschaft zählen zum Naturpark Saar-Hunsrück. Als nächste Mittelgebirgsstaffel folgen weiter südlich die hügeligen, teils bewaldeten, teils ackerbaulich genutzten Ausläufer des Saar-Nahe-Berglandes mit dem dicht besiedelten Saarkohlenwald. Unter diesem welligen Streifen liegen mächtige Steinkohlenflöze. Ein anschauliches Beispiel liefert das Naturdenkmal "Brennender Berg" zwischen Dudweiler und Sulzbach-Neuweiler, bei dem es sich um einen seit dem 17. Jahrhundert schwelenden Kohlenflöz handelt. Mit dem Rückgang des Steinkohlenbergbaus verwandelt sich die Region langsam wieder in ein Waldgebiet mit hohem Erholungswert für das nahe Saarbrücken.
Mit dem Warndt, einer Buntsandsteinhochfläche ganz im Süden hat das Saarland Anteil am lothringischen Schichtstufenland. Geologisch zählen hierzu auch der Höhenzug des Saargaus zwischen Saar und Mosel bzw. französischer Grenze mit seinen fruchtbaren Lehmböden auf Muschelkalk. Auch der sanft hügelige Bliesgau mit seinen ausgedehnten Streuobstwiesen ist geprägt von Muschelkalkböden. Außerdem dringen nördlich vom Bliesgau Ausläufer des Pfälzer Waldes (Westrich) weit in das Land ein.

Saar-Lor-Lux
Das kleine Bundesland ist Teil der rund 36 700 km² großen Region Saar-Lor-Lux, die ihren Ursprung in den gemeinsamen Steinkohlenlagerstätten und der darauf basierenden Montanindustrie hat. Sie ist Teil der Euregio SaarLorLuxRhein, zu der auch der Westteil von Rheinland-Pfalz und die belgische Wallonie gehören. An der Mosel reihen sich auf saarländischer und luxemburgischer Seite zahlreiche Weinbaugemeinden aneinander. Der Weinbau im Moseltal profitiert von den fruchtbaren Böden und dem milden, trockenen Klima. Zentrum des luxemburgischen Weinbaus ist der Kantonshauptort Remich mit nationalem Weinbauinstitut. Auch auf lothringischer Seite wird Wein angebaut, etwa in Sierck-les-Bains. Gemeinsam mit Lothringen und Luxemburg betreibt das Saarland die Tourismusinitiative "Gärten ohne Grenzen" im Dreiländereck.
E. Astor

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