Südostasien - physisch

Südostasien – physisch

978-3-14-100782-4 | Seite 120 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 16.000.000
Südostasien | physisch | Südostasien – physisch | Karte 120/1

Informationen

Südostasien besteht aus zahreichen, meist gebirgigen Inseln, der Halbinsel Malakka und einem im Wesentlichen von Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam eingenommenen Festlandzipfel im Norden. Naturräumlich ergeben sich dort durch Gebirgsbarrieren und die klimatische Grenze zwischen Tropen und Subtropen klare Abgrenzungen zu Ost-, Zentral- und Südasien.
Typisch ist die hohe Intensität tektonischer Aktivitäten — sei es durch Vulkanismus, Erdbeben oder Krustenbewegungen — innerhalb der geologisch jungen, an Plattengrenzen liegenden Inselgruppen. Diese betrifft insbesondere jene Plattenränder, die an Tiefseegräben grenzen, wie im Falle der Philippinen. Borneo dagegen bildet einen relativ stabilen Kern. Auf großen Inseln wie Sumatra zeigt sich ein Gegensatz zwischen den beträchtliche Höhen erreichenden Gebirgszügen und ausgedehnten, oft sumpfigen Ebenen. Durch einen Vergleich zwischen den unzugänglichen Küsten Borneos und den fruchtbaren vulkanischen Böden Javas wird augenfällig, wie stark naturräumliche Gegebenheiten die Besiedlungsdichte beeinflussen.
M. Felsch