Rostock-Warnemünde - Seebad mit Kreuzfahrthafen

Schwerin und Rostock - Stadtentwicklung

978-3-14-100381-9 | Seite 21 | Abb. 4
Rostock-Warnemünde | Seebad mit Kreuzfahrthafen | Schwerin und Rostock - Stadtentwicklung | Karte 21/4

Überblick

Das Seebad Warnemünde ist ein Stadtteil der Hansestadt Rostock. Bereits 1195 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt und erhielt seinen Namen durch den Fluss Warnow, der hier in die Ostsee mündet. Mit seinem ca. 150 m breiten, feinsandigen Strand verfügt Warnemünde über den breitesten Strand an der deutschen Ostseeküste. An ihm führt die Strandpromenade entlang. Im südlichen Bereich des Hafens befindet sich die Warnow Werft, die von MV Werften, einem malaysischen Investor, betrieben wird. Hier werden Teile von Mega-Kreuzfahrtschiffen für bis zu 10 000 Passagieren für den asiatischen Markt hergestellt. Etwa 1000 Mitarbeiter haben hier ihren Arbeitsplatz.

Kreuzfahrthafen

Warnemünde hat sich zu einem bedeutenden Kreuzfahrthafen entwickelt. 2005 legten die ersten Kreuzfahrtschiffe am neu eröffneten Warnemünde Cruise Center, dem Kreuzfahrtterminal, am Ufer der Warnow ab. Heute werden vor allem die Ostsee-Metropolen, die norwegischen Fjorde, Westeuropa und sogar New York angefahren. Bis 2010 lagen die Passagierzahlen um die 150 000, von 2011 bis 2013 kam es zu einem starken Anstieg auf 360 000, in den folgenden Jahren stagnierten sie, erst 2017 stiegen sie erneut auf 450 000 an. Fast parallel dazu entwickelten sich die Ankünfte der Kreuzfahrtschiffe, wobei zu beachten ist, dass die Schiffsgrößen in den letzten Jahren gewachsen sind. 2017 wurde hier mit 190 Ankünften ein neuer Rekord erzielt. Angesichts dieser Entwicklung und auch der allgemein positiven Prognosen für den Kreuzfahrttourismus wurde und wird das Kreuzfahrtterminal renoviert und ausgebaut. Zu Beginn der Kreuzfahrtsaison 2016 wurde der Pier 7 (Liegeplatz) auf einer Länge von 280 Metern und einer Breite von zwölf Metern für 4,5 Millionen Euro komplett erneuert. Am Pier 8 entsteht bis 2020 ein modernes, zweistöckiges Terminalgebäude, das das in der Saison vor Ort behelfsweise genutzte Zelt ersetzen soll. Ein Pluspunkt des Kreuzfahrthafens Warnemünde ist seine gute Verkehrsanbindung. In der Nähe befindet sich der Bahnhof von Warnemünde. Diese unmittelbare Schienenanbindung kann kein anderer deutscher Passagierhafen vorweisen. Zudem befindet sich ein Autobahnanschluss in vier Kilometern Entfernung. Nach Berlin braucht man per Bus oder Bahn knapp 2,5 Stunden, zum nächsten Flughafen 30 Minuten und in die Rostocker Innenstadt nur 20 Minuten. Und das beliebte Ostseebad Warnemünde beginnt direkt hinter dem Kai. Die anlandenden Kreuzfahrtgäste bewegen sich in Warnemünde meist auf bestimmten Wegen. Sie gehen am Alten Strom mit seinen Geschäften und Fischerbooten vorbei zum Leuchtturm und weiter bis zum Aussichtspunkt Molenfeuer. Anschließend flanieren sie über die gut ausgebaute Seepromenade.

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