Ronneburg - Uranerzbergbau und Folgenutzung - 1990

Thüringen - Umwelt und Energie

978-3-14-100385-7 | Seite 24 | Abb. 2
Ronneburg | Uranerzbergbau und Folgenutzung | Thüringen - Umwelt und Energie | Karte 24/2

Überblick

Die kleine Stadt Ronneburg mit 5000 Einwohnern liegt nahe der Stadt Gera in Ostthüringen. Zur Zeit der DDR wurde dort in großem Umfang Uran abgebaut. Nach der Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde der Uranabbau in Ronneburg eingestellt. Zwischen den Jahren 1990 und 2010 hat sich dort vieles verändert.

Ronneburg im Jahr 1990

Noch 1990 war der Uranabbau der wichtigste Wirtschaftszweig der Region. Zeitweise stammten 11 Prozent der weltweiten Uranförderung aus Ronneburg. Die große Tagebauanlage Lichtenberg prägte das Landschaftsbild bei Ronneburg. Westlich vom Tagebau Lichtenberg befand sich eine ausgeprägte Haldenfläche, wo die Rückstände des Uranabbaus gelagert wurden. Östlich des Tagebaus schloss sich ein Industriegebiet mit zahlreichen Bergwerksschächten an. Der kleine Ort Schmirchau musste dem Bergbau und dem Tagebau weichen, die Bewohner wurden umgesiedelt. Einzig der Güter- und Personenbahnhof trugen noch diesen Namen. Die Spitzkegelhalden Reust und Paitzdorf im Osten von Ronneburg waren zur Zeit des Abbaus prägend für das Landschaftsbild. Sie hatten ein Volumen von 15 Millionen m³. Insgesamt hatte das Betriebsgelände bei Ronneburg eine Fläche von rund 1700 Hektar. Bis zum Ende des Abbaus 1991 wurden dort 113 000 Tonnen Uran gewonnen.

Differenzierende Karte

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Ronneburg im Wandel
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