Rheinland-Pfalz - Klimadiagramme

Landwirtschaft und Klima

978-3-14-100857-9 | Seite 16 | Abb. 2
Rheinland-Pfalz | Klimadiagramme | Landwirtschaft und Klima | Karte 16/2

Überblick

Die Klimadiagramme von Bad Marienberg, Mainz, Neustadt an der Weinstraße, Schneifelforsthaus und Trier zeigen den Jahresgang von Temperatur und Niederschlag. Zum Vergleich und zur räumlichen Einordnung sind die fünf Stationen auf den Karten „Temperaturen im Jahr“, „Niederschläge im Jahr“ und „Sonnenscheindauer im Jahr“ entsprechend markiert.

Die Klimastationen im Vergleich

Einen entscheidenden Einfluss auf die Temperaturen hat die Höhenlage: Die auf 657 m ü. M. in der Eifel gelegene Station Schneifelforsthaus weist mit 6,4 °C die niedrigste Jahresdurchschnittstemperatur auf. Das auf 547 m ü. M. im Westerwald gelegene Bad Marienberg hat eine Durchschnittstemperatur von 6,8 °C im Jahr. Die höchsten Werte von 9,9 °C bzw. 10,1 °C im Jahresmittel werden an den beiden tiefer gelegenen Stationen erreicht: In Neustadt an der Weinstraße am Rand des Oberrheinischen Tieflandes (125 m ü. M.) und in Mainz am Rhein (120 m ü. M.). Das auf 273 m ü. M. im Moseltal gelegene Trier weist eine Jahresdurchschnittstemperatur von 9,1 °C auf.

Hinsichtlich der Niederschlagssumme übertrifft Bad Marienberg mit 1169 mm die Station Schneifelforsthaus, dagegen summieren sich die Niederschläge in Mainz und Neustadt an der Weinstraße auf lediglich 548 bzw. 554 mm. In Trier beträgt die Jahresniederschlagssumme 784 mm.

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Mainz, Neustadt an der Weinstraße und Trier

Ähnlich wie die Mittelgebirgsstationen sind auch die drei tiefer gelegenen Stationen Mainz, Neustadt an der Weinstraße und Trier klimatisch vergleichbar: Die Mitteltemperatur liegt im Januar/Dezember zwischen 1 und 3 °C (mit dem Januar als kältestem Monat), während im Juli fast 20 °C im langjährigen Mittel erreicht werden.

Die jährliche Niederschlagssumme liegt an allen drei Stationen deutlich unter 1000 mm (Mainz: 548 mm, Neustadt: 554 mm, Trier: 784 mm), mit einem Maximum im Sommer. Mainz und Neustadt an der Weinstraße befinden sich im Regenschatten von Westwinden, Mainz ist vom Hunsrück geschützt und Neustadt liegt am Ostrand des Pfälzerwaldes (bzw. der Haardt). Trier verdankt seine relativ geringen Niederschläge der Eifel, die als natürlicher Regenfänger dient. Das milde Klima, das diese drei Orte kennzeichnet, bildet gute Voraussetzungen für Weinbau.

S. Lemke

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Schneifelforsthaus und Bad Marienberg

An den beiden Mittelgebirgsstationen herrscht ein ähnliches Klima: Hinsichtlich des Temperaturverlaufs erreichen die Werte im Dezember/Januar zwischen 0 und -1 °C im Monatsmittel (mit dem Januar als kältestem Monat); im Juli/August steigen die Mittelwerte auf rund 15 °C (in Schneifelforsthaus knapp unter 15 °C, in Bad Marienberg knapp darüber).

Parallelen zeigen beide Stationen auch beim Niederschlag: Die Jahressumme beläuft sich auf rund 1 150 mm (Schneifelforsthaus: 1147 mm, Bad Marienberg: 1169 mm). Der meiste Niederschlag fällt in den Wintermonaten, wobei das Maximum im Dezember/Januar erreicht wird. Eine zweite Niederschlagsspitze tritt im Sommer auf. Doch es gibt auch Unterschiede: Im jährlichen Niederschlagsverlauf sind in Bad Marienburg geringere monatliche Schwankungen zu verzeichnen.

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