Raumordnung

Raumordnung

978-3-14-100759-6 | Seite 14 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.500.000
Raumordnung |  | Raumordnung | Karte 14/1

Informationen

Auf der Grundlage des Gesetzes über die Raumordnung und Landesplanung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (1992) wurde 2005 das derzeitig gültige Landesraumentwicklungsprogramm verabschiedet. Verantwortlich für die Regionalplanung sind die vier Planungsregionen Westmecklenburg, Mittleres Mecklenburg/Rostock, Vorpommern und Mecklenburgische Seenplatte. Ihnen obliegt die Aufstellung und Fortschreibung von Regionalen Raumentwicklungsprogrammen.

Zentrale Orte
Oberzentren dienen der Versorgung mit langfristig und episodisch benötigten Gütern und Dienstleistungen, wie sie Behörden der staatlichen Verwaltung, Hochschulen, Spezialkliniken und Kultureinrichtungen anbieten. In Mecklenburg-Vorpommern müssen Oberzentren in der Regel mindestens 70 000 Einwohner, 30 000 Beschäftigte und 15 000 Einpendler aufweisen. Diese Kriterien erfüllen die Städte Rostock, Schwerin, Neubrandenburg sowie Stralsund/Greifswald.
Mittelzentren tragen zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des mittelfristigen Bedarfs bei. Dazu dienen der Einzelhandel, private Dienstleister wie Rechtsanwälte und Fachärzte sowie öffentliche Einrichtungen wie Gymnasien und Krankenhäuser. Die insgesamt 18 Mittelzentren Mecklenburg-Vorpommers weisen jeweils mindestens 10 000 Einwohner auf.
Unterzentren versorgen die Bevölkerung mit dem Grundbedarf. Die Unterzentren Grevesmühlen, Bad Doberan, Grimmen, Teterow, Malchin, Hagenow, Ludwigslust, Angermünde und Ueckermünde übernehmen darüber hinaus Teilfunktionen eines Mittelzentrums. In einem Unterzentrum leben in der Regel mindestens 5 000 Menschen.

Verkehrsprojekte
Mit den EU-Erweiterungen nach Osten wurde Mecklenburg-Vorpommern zu einer wichtigen Drehscheibe des Güter- und Personenverkehrs. Der größte Umschlagplatz für den schienengebundenen Fährverkehr Deutschlands befindet sich heute in Sassnitz auf Rügen. Der Neubau der Küstenautobahn A 20 zwischen Lübeck und Stettin (Szczecin) gilt als das wichtigste Verkehrsgroßprojekt zur Erschließung einer Region im wiedervereinigten Deutschland. Von der A 24, die als ehemalige Transitstrecke Hamburg mit Berlin verbindet, wurde als neuer Abzweig die A 14 nach Schwerin gebaut; in Zukunft soll die A 14 bis nach Wismar zur A 20 führen. Die A 19 zwischen Rostock und Berlin wurde bereits zu DDR-Zeiten gebaut.
Die Eisenbahnhauptstrecke zwischen Hamburg und Berlin wurde bis 2004 für eine Streckengeschwindigkeit von 230 km/h ausgebaut. Der Ausbau der Strecke Hamburg?Schwerin/Lübeck?Rostock?Stralsund für eine Streckengeschwindigkeit von 160 km/h steht kurz vor dem Abschluss. Weitere Eisenbahnstrecken verlaufen zwischen Berlin und Rostock bzw. Rügen sowie zwischen Berlin und Stralsund.

Länderübergreifende Raumordnungsprojekte
Einige der Raumordnungsvorhaben Mecklenburg-Vorpommers sind grenzüberschreitend. Neben der deutsch-polnischen Zusammenarbeit gibt es Projekte mit anderen Ostseeanrainern sowie INTERREG-Programme.
H. Kiegel

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