Physische Karte

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978-3-14-100758-9 | Seite 4 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 700.000
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Informationen

Dominiert wird Brandenburg von Deutschlands Hauptstadt Berlin, die ein eigenes Bundesland bildet. Der Verdichtungsraum erstreckt sich weit über die Grenzen der Millionen-Metropole hinaus. Dazu zählen u. a. die Städte Oranienburg, Teltow und vor allem die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam. Das unmittelbare Umland Berlins ist als "Speckgürtel" bekannt. Auch der von Berlin und Brandenburg gemeinsam geplante neue Großflughafen Berlin Brandenburg International (BBI) liegt außerhalb in Schönefeld im Landkreis Dahme-Spreewald. Weitere Zentren in Brandenburg sind Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen, Cottbus in der Niederlausitz und Brandenburg an der Havel.

Eiszeitlandschaft
Während der letzten beiden Eiszeiten war Brandenburg von gewaltigen Inlandeismassen bedeckt, die der Landschaft ihren Stempel aufdrückten. Zahlreiche Urstromtäler durchzogen nach der Eisschmelze die Region. Im Gebiet des Havellandes trafen das Thorn-Eberswalder und das Warschau-Berliner Urstromtal aufeinander. Es liegt im u-förmigen Havelbogen zwischen Oranienburg und Rhinow. Aus den vermoorten Niederungen ragen einzelne trockene Grundmoränenplatten (Nauener Platte) auf, die ackerbaulich und weidewirtschaftlich genutzt werden oder Kiefernwälder tragen. Im Norden heißen die Grundmoränenrücken "Ländchen" (Bellin). In der Osthavelniederung hat die Havel große seenartige Erweiterungen gebildet. Spätestens seit Theodor Fontanes Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" ist das Havelland durch Obst- und Gemüsebau bekannt. Zentrum des Obstanbaus ist Werder (Havel), das mit seinem Baumblütenfest Ende April zahlreiche Besucher anlockt.

Wasser im Überfluss
Brandenburg ist nicht nur das sonnenscheinreichste ? einigen Regionen droht schon eine Versteppung ?, sondern auch das gewässerreichste deutsche Bundesland. Ein Großteil der Fließgewässer ist allerdings künstlich angelegt bzw. als Kanal ausgebaut. Ein umfangreiches Wasserstraßennetz verknüpft die größten Flüsse Elbe, Havel, Spree und Oder. Zu den wichtigsten Binnenwasserstraßen gehört die 135 km lange Havel-Oder-Wasserstraße, die von der Mündung der Spree in die Havel in Berlin-Spandau über Oranienburg bis zum Schiffshebewerk Niederfinow (als Oder-Havel-Kanal) und weiter bis zur Oder bei Hohensaaten führt. Weitere wichtige Kanäle sind der Oder-Spree-Kanal und der Elbe-Havel-Kanal. Andere Kanäle dienten der Trockenlegung der von Überschwemmungen bedrohten, sumpfigen Bruchlandschaften (Oderbruch, Havelländisches Luch, Spreewald) und wurden zum großen Teil schon im 18. Jahrhundert angelegt. Die zahlreichen Seen spielen eine große Rolle im Freizeittourismus, besonders die nahe Berlin gelegene Havelländische Fluss- und Seenlandschaft. Zu den natürlichen Seen kommen die durch die Flutung ehemaliger Braunkohlentagebaue entstandenen künstlichen Seen. Um den 12,5 km² großen Senftenberger See in der Niederlausitz entsteht ein riesiges Seengebiet.
E. Astor

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