Physische Übersicht

Physische Übersicht

978-3-14-100758-9 | Seite 3 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 1.200.000
Physische Übersicht |  | Physische Übersicht | Karte 3/1

Informationen

Ziemlich genau in der Mitte Brandenburgs liegt die deutsche Hauptstadt Berlin, die ein eigenes Land bildet. Brandenburg grenzt im Süden an Sachsen, im Westen an Sachsen-Anhalt und mit einem kurzen Stück an Niedersachsen sowie im Norden an Mecklenburg-Vorpommern; im Osten bilden Oder und Lausitzer Neiße die Grenze zu Polen. Brandenburg liegt im südöstlichen Teil des Norddeutschen Tieflands. Moränen, die Ablagerungen der beiden letzten Eiszeiten, begrenzen mit ihrer hügeligen und wallartigen Oberflächengestalt sowohl den Norden (Prignitz und Uckermark) als auch den Süden (Fläming und Lausitzer Grenzwall). Den Westen bestimmen im Wesentlichen die früher teils vermoorten Flussniederungen der Elbe mit ihren Zuflüssen Schwarze Elster und Havel, den Osten die der Oder. Umgrenzt von den Niederungen des Oderbruchs, des Havellandes und des Spreewaldes ragen die sanften Hügel des Barnims aus der östlichen Mitte des Landes hervor.
Die gesamte Region durchziehen viele kleinere und größere Flüsse in ehemaligen Urstromtälern. Zusammen mit den rund 3000 Seen und zahlreichen künstlichen Wasserläufen machen sie aus Brandenburg eines der wasserreichsten Bundesländer. Neben den drei brandenburgischen Biosphärenreservaten sind das Untere Odertal (Polder Schwedt), das Teichgebiet Peitz sowie die Niederung an der unteren Havel mit dem Gülper See international bedeutende Feuchtgebiete.

Großlandschaften
Prägende Großlandschaften sind im Norden der Baltische oder Nördliche Landrücken und im Süden der Südliche Landrücken, zwischen denen sich eine von Urstromtälern und von diesen eingeschlossenen Platten bestimmte Landschaft erstreckt. Die wellige Hügellandschaft der Prignitz bildet die Abdachung des Baltischen Landrückens zur Elbe im Westen. Im Osten wird sie von einem Ausläufer der Mecklenburgischen Seenplatte begrenzt. Nach Osten schließen sich das Ruppiner Land, das große Waldgebiet der Schorfheide und bis zur Oderniederung die Uckermark an.
Den großen mittleren Teil Brandenburgs nehmen die drei großen Urstromtäler (Thor-Eberswalder Urstromtal, Warschau-Berliner Urstromtal, Glogau-Baruther Urstromtal) mit den von ihnen gebildeten Niederungen (Rhinluch, Havelländisches Luch, Oderbruch, Spreewald) und den zwischen ihnen aufragenden Platten und "Ländchen" ein. Zu ihnen zählen u. a. der flachwellige Barnim mit der Märkischen Schweiz, Teltow mit seinen Sand- und Lehmböden und die größtenteils bewaldete Zauche. Oderbruch und Spreewald sind die größten Niederungsgebiete.
Der Süden wird vom Altmoränengebiet des Südlichen Landrückens geprägt. Im Westen erstreckt sich der etwa 100 km lange Höhenrücken des Fläming, der im Hohen Fläming mit dem 200 m hohen Hagelberg die höchste Erhebung Brandenburgs bildet. Im Osten leitet der Niedere Fläming zum Lausitzer Grenzwall über. Ein beeindruckendes Zeugnis der Elstereiszeit ist der Muskauer Faltenbogen, eine hufeisenförmige Stauchendmoräne. Ganz im Süden hat Brandenburg noch Anteil am von der Schwarzen Elster durchflossenen Lausitzer Urstromtal.
E. Astor

Google Maps

Zur Orientierung

Die Lage und Ausdehnung dieser Diercke Karte kannst Du Dir zur Orientierung als Kartenrahmen in Google Maps anzeigen lassen.

Jetzt orientieren