Phuket (Thailand) - Tourismusorte - 2012

Erde - Tourismus

978-3-14-100800-5 | Seite 273 | Abb. 3 | Maßstab 1 : 500.000
Phuket (Thailand) | Tourismusorte | Erde - Tourismus | Karte 273/3

Überblick

Phuket ist eine 543 Quadratkilometer große Insel, die zusammen mit einigen kleineren Nachbarinseln eine Provinz Thailands bildet. Im Jahr 2009 lebten dort rund 336 000 Einwohner. Von der Fläche entspricht dies etwa zwei Dritteln des Hamburger Stadtgebiets oder einem Siebtel Mallorcas, der Bevölkerung nach Bielefeld.

Hauptstadt der Provinz und zugleich ihre größte Stadt ist Phuket im Südosten der Hauptinsel (75 500 Einwohner; Stand: 2012).

Die Insel Phuket liegt im Andamanischen Meer, einem Randmeer des Indischen Ozeans. Vom Festland ist sie durch eine schmale Meerenge getrennt (s. 194/195). Phuket liegt in den immerfeuchten Tropen etwa 900 Kilometer nördlich des Äquators, 75 Flugminuten von der thailändischen Hauptstadt Bangkok entfernt. Es herrschen ganzjährig hohe Temperaturen, die Regenzeit liegt im Nordsommer. Daher ist die beste Reisezeit im Nordwinter. Dann ist die Sonnenscheindauer hoch und die Niederschläge sind relativ gering.

Die Ausrichtung auf den Tourismus

Phuket ist eine Insel, die nahezu vollständig auf den Tourismus ausgerichtet ist. Dies ist eine relativ junge Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Eine modellhafte Darstellung der Entwicklung mit einer Gliederung in Phasen zeigt 273.4. Der Entwicklungsstand 1990 (linker Kartenteil) ist dabei der späten Initialphase zuzuordnen, der Übergang zur Wachstumsphase zeichnet sich ab. Phuket verfügte zu diesem Zeitpunkt bereits über einen internationalen Flughafen und mehrere tausend Hotelzimmer. Rund eine halbe Million Touristen besuchten die Insel pro Jahr, vor allem aus dem Inland. Hauptanziehungspunkte waren die langen Sandstrände an den Buchten im Westen, Natursehenswürdigkeiten (z. B. Wasserfälle im Regenwald) und kulturelle Sehenswürdigkeiten (Tempel, Denkmäler). Dass die Wirtschaft der Insel nicht allein auf den Tourismus ausgerichtet war, zeigen die Zinngruben und die ausgedehnte landwirtschaftliche Nutzung (Kautschuk- und Kokospalmplantagen, Reisfelder, Gemüse, Obst).

Der Stand 2012 zeigt Phuket während der Wachstumsphase. Die besiedelten Flächen haben vor allem in der Umgebung von Phuket und an den bei Touristen beliebten Buchten im Westen zugenommen. Offensichtlich sind die Zunahme der Übernachtungskapazitäten in der Inselhauptstadt und in den Buchten der Westküste (auf insgesamt mehrere zehntausend Betten) und der Ausbau der Freizeitangebote (in der Karte dargestellt durch mehrere Golfplätze). Phuket hat heute den drittgrößten Flughafen Thailands. Mit rund 11 Mio. Passagieren (2013) ist er im Vergleich zwischen Stuttgart und Hamburg einzuordnen. Von dort gibt es unter anderem Direktverbindungen nach Europa, in fast alle Teile Asiens und nach Australien. Noch immer haben thailändische Besucher den größten Anteil, allerdings ist dieser gegenüber 1990 stark gesunken (von 80 % auf 46 %). Im Gegenzug haben Ostasien, Australien und Europa Anteile gewonnen. Die Gesamtzahl hat sich zwischen 1990 und 2012 auf knapp fünf Millionen verneunfacht (zum Vergleich: Mallorca 9 Mio. Touristen pro Jahr). Diese Entwicklung ist auch deshalb bemerkenswert, weil Phuket 2004 von einem Tsunami heimgesucht wurde, der weite Teile der Küstenregionen zerstörte. Der Wiederaufbau gelang innerhalb kurzer Zeit.

Heute trägt der Tourismus am stärksten zur Wirtschaftsleistung Phukets bei. Im Jahr 2011 lag das Hotel- und Gaststättengewerbe an der Spitze (33 %), gefolgt von der Transport-, Logistik- und Kommunikationsbranche (23 %) und dem Groß- und Einzelhandel (7 %). Auf Phuket arbeiten auch viele Menschen aus ärmeren Teilen Thailands, aus Myanmar, Laos und Kambodscha.

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