Persien - Der Feldzug Alexanders 334-323 v.Chr.

Asien - Staaten und Geschichte

978-3-14-100870-8 | Seite 154 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 28.000.000
Persien | Der Feldzug Alexanders 334-323 v.Chr. | Asien - Staaten und Geschichte | Karte 154/1

Überblick

Makedoniens Aufstieg im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde durch den Zerfall der griechischen Staatenwelt begünstigt. Der langjährige Peloponnesische Krieg (431-404 v. Chr.) hatte das Land so geschwächt, dass König Philipp II. von Makedonien die Griechen unterwerfen konnte. Sein Sohn Alexander war kaum 20 Jahre alt, als er die Herrschaft über Griechenland und Makedonien übernahm. Der junge König, von Aristoteles erzogen, war umfassend gebildet, ehrgeizig und mutig. Er griff die Pläne seines Vaters auf, gegen das geschwächte Perserreich zu ziehen. Bei einer Versammlung in Korinth brachte er die griechischen Führer dazu, sich seinen Plänen anzuschließen.

Am Granikos kam es 334 v. Chr. zu einer ersten Schlacht mit dem persischen Heer, das in die Flucht geschlagen wurde, 333 v. Chr. folgte ein zweiter Sieg bei Issos. Aus taktischen Gründen zog Alexander aber nicht gleich nach Persien, sondern nach Süden, wo er erst Tyros und anschließend Ägypten unterwarf. Erst 331 v. Chr. begann er von dort aus den eigentlichen Feldzug gegen das Perserreich. Er siegte in der Schlacht von Gaugamela, nahm nacheinander Babylon, Susa, Persepolis, Gabai und Ekbatana ein und machte sich zum König des Persischen Reiches. In der dritten Etappe zog er 329 v. Chr. gegen Baktrien und Sodiana (heute: Usbekistan und Kirgisistan). Sein Reich umfasste nun Griechenland, Ägypten, Phönizien, Babylonien, Assyrien, Kleinasien und Persien. Schließlich versuchte er, auch noch Indien zu erobern. An einem Nebenfluss des Indus besiegte er das gewaltige Heer von König Porus. Doch dann kam es zu einer Meuterei seiner Truppen, die sich weigerten, noch weiter in Richtung Osten zu ziehen. Dies war das Ende des Feldzugs.

Alexander schickte einen Großteil seines Heeres auf dem Seeweg nach Hause und zog mit dem Rest durch die Wüste Gedrosien nach Babylon, wo er von nun an Hof hielt. Als er 323 v. Chr. mit nur 32 Jahren sehr plötzlich und ohne einen Nachfolger starb, blieben viele seiner Pläne - darunter die Eroberung Arabiens und Nordafrikas - unausgeführt. Sein Weltreich wurde in die Diadochenreiche geteilt. In Ägypten übernahmen die Ptolemäer die Herrschaft, in Mesopotamien entstand das seleukidische Großreich, Thrakien fiel an Lysimachos und Griechenland ging an Kassandros.

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