Peking (Beijing) - Übersicht

China

978-3-14-100700-8 | Seite 172 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 500.000
Peking (Beijing) | Übersicht | China | Karte 172/1

Informationen

Die Übersichtskarte zeigt das Flächenwachstum Pekings und die Landnutzung im Umland der Hauptstadt. Die Kernstadt wächst zum einen konzentrisch um das gegenwärtige Stadtgebiet, zum anderen aber auch linear entlang der Hauptverkehrsachsen und inselhaft innerhalb einer Suburbanisierungszone, die durch die vierte bis sechste Ringstraße markiert wird.

Lage und Physiognomie
Peking, das über Jahrhunderte hinweg als Hauptstadt des chinesischen Kaiserreichs bis heute fortwirkende Prägungen erhielt, liegt in einer nach Süden offenen, nach Norden vom Gebirge abgeschirmten großen Tieflandsbucht. Sein traditionell schachbrettartiger Grundriss (s. Karte 172.2) löst sich nach außen hin immer mehr auf. Im Aufriss gleicht die Stadt einer Art Schüssel: das Stadtzentrum um den Kaiserpalast ist trotz des Verschwindens der traditionellen 1- bis 3-geschossigen Hutongs noch relativ niedrig im Vergleich zu den Vierteln an den Ringstraßen mit ihren neuen Hochhauskomplexen.

Zur Entwicklung der Stadt
Die Karte zeigt nur einen relativ kleinen Ausschnitt des Verwaltungsgebietes der Stadt. Gut erkennbar ist die klassische Stadtanlage mit der sogenannten Verbotenen Stadt (heute Palastmuseum) und der nördlichen Inneren und südlichen Äußeren Stadt innerhalb der ehemaligen Ummauerung. Um die überbaute städtische Fläche zieht sich immer noch ein Ring mit intensivem Gemüseanbau.
Dem traditionellen Peking war nur eine relativ kleine Verwaltungsfläche von 707 km² zugeordnet, die bebaute Fläche von 109 km² stimmte — abgesehen von einigen Vorstädten — noch recht gut mit der Ummauerung überein. Als die Einwohnerzahl bereits zum Ende des 1. Fünfjahrplans rasch anstieg, wurde auch die Fläche der Stadt um ein Vielfaches vergrößert. Bereits 1958 umfasste das städtische Verwaltungsgebiet mit rund 16 800 km² etwa die Größe Schleswig-Holsteins.
1985 lebten 9,58 Mio. Menschen innerhalb der Stadtgrenzen, davon wiederum 5,53 Mio. innerhalb der auf dem Atlasblatt dargestellten vorstädtischen und städtischen Bezirke (ohne Mentogou und Yanshan). 1998 lebten im Stadtgebiet von Peking 8,09 Mio. Menschen und im Verwaltungsgebiet rund 11 Mio.; 2007 waren es bzw. 7,7 bzw. 15,5 Mio. Menschen. Rund 11,8 Mio. Menschen haben einen ständigen Wohnsitz, rund 3,7 Mio. nur eine befristete Aufenthaltsgenehmigung.

In der Gegenwart
Die gegenwärtige Stadtplanung knüpft an die traditionelle Symbolik der Stadtanlage an, wenn etwa nördlich des Nordtores die Sportstätten für die Olympischen Spiele 2008 genau auf der zentralen Achse errichtet wurden, auf der auch der Kaiserthron, das Mittagstor des Kaiserpalastes, das Mao-Mausoleum und das Südtor liegen.
W. Hassenpflug, W. Taubmann

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