Osteuropa - physisch

Osteuropa - physisch

978-3-14-100770-1 | Seite 130 | Abb. 1 | Maßstab 1 : 6.000.000
Osteuropa | physisch | Osteuropa - physisch | Karte 130/1

Informationen

Weiträumige Niederungen, Tafel- und Hügelländer bestimmen die Oberflächengestalt Osteuropas. Lediglich im Südosten (Karpaten) und Süden (Jailagebirge auf der Krim) begrenzen Gebirge, die größere Höhen erreichen, das Osteuropäische Tiefland. Im Süden Osteuropas liegen die Binnenmeere des Kaspischen Meeres, des Asowschen Meeres und des Schwarzen Meeres, im Norden die Ostsee. Zu Mitteleuropa besteht eine breite Übergangszone (Polen). Im Osten markieren Ural und Kaspisches Meer die Grenze zu Asien.
Innerhalb des Osteuropäischen Tieflandes fallen zwei große, nordsüdlich ausgerichtete Platten auf, die nirgendwo 400 Meter Höhe überschreiten. Das nördliche Osteuropa wurde während der Kaltzeiten glazial überformt, das Eis erreichte etwa an der Linie Lemberg—Kiew—Kasan seine maximale Ausdehnung. Außerhalb des Gebiets der jüngsten Vereisung entstand ein besonders breiter Lössgürtel, der heute die Grundlage einer ausgedehnten landwirtschaftlichen Nutzung ist. Spuren der letzen Kaltzeit sind auch die zahlreichen Seen im Norden Osteuropas.
Die großen Ströme, die die Niederungen durchfließen, sind ebenso auffällig wie die Eingriffe des Menschen in das Gewässernetz. Während des Winters sind die Flüsse oft mehrere Monate zugefroren.
M. Felsch

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